Jean-François Caubet sieht die Reglementänderungen positiv

Formel 1 2010

— 17.12.2010

Renault-Boss über Motor: "Beginnen mit weißem Papier"

Jean Francois Caubet, Generalmanager bei Renault, spricht über das ab 2013 geltende Motorenregelwerk und verrät Interessantes über andere Hersteller

Ab 2013 treten in der Formel 1 die neuen Motorenregeln in Kraft. Der FIA gelang es dadurch die Kosten zu senken und die Königsklasse wieder interessanter für die Automobilhersteller zu machen. Denn auch das neue Formel-1-Aggregat ist ein sogenannter "Weltmotor". Für Jean Francois Caubet kommt noch ein weiterer wesentlicher Aspekt zum Tragen. Es darf wieder am Motor entwickelt werden. Derzeit sind die Aggregate bekanntlich "eingefroren".

"Der Motor für 2013 ebnet das Spielfeld ein. Das Dossier der FIA spricht eine eindeutige Sprache. Gibt es technologische Innovationen, so liegt es an uns, sie auch einzuführen. Der Wettbewerb ist völlig offen", meint der Generalmanager von Renault. "Wir werden die Kosten, das Material, die Anzahl der Motoren pro Saison oder die Drehzahlen durch präzise Regeln limitieren. Technologisch haben wir große Freiheiten. Alle beginnen mit einem weißen Blatt Papier. Möge der Beste gewinnen."

Caubet hatte an einigen Meetings teilgenommen, in denen die neuen Regeln beschlossen wurden. Sein Fazit: "Es gibt drei Gruppen von Herstellern: Die Franzosen um Renault, die Deutschen um Mercedes." Zur zweiten Gruppe zählt der Generalmanager all jene, die noch unschlüssig sind, ob sie in die Formel 1 einsteigen wollen. "Für BMW ist es zu früh, um zurückzukehren, und VW zögert noch. Weshalb? 2013 könnte der Motor den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen. Ein gewisses Risiko besteht also."

"Die dritte Gruppe sind die Japaner. Ich bin überrascht von ihrem Interesse am neuen Motor. Natürlich kostet das Diskutieren kein Geld, doch ich vermute, sie haben ihre Einstellung geändert. Die Europäer sind am Start, die Technologien sind neu - sie können es sich nicht leisten, nicht dabei zu sein", meint Caubet. Seiner Meinung überlegt Honda ernsthaft zurückzukehren.

Fotoquelle: Renault

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