Ab 2014 wird die Formel 1 mit Russland einen neuen Austragungsort haben

Formel 1 2010

— 19.12.2010

Russland: Synergien zwischen Winterspielen und Formel 1

Die Rennstrecke im russischen Sotschi soll bereits ein Jahr vor der Premiere fertig gestellt sein - Anlagen der Olympischen Spiele werden weitergenutzt

Neben den Olympischen Winterspielen wird auch die Formel 1 im russischen Sotschi im Jahr 2014 gastieren. Bernie Ecclestone und Wladimir Putin haben vor einigen Wochen einen siebenjährigen Vertrag unterschrieben. Russland muss damit innerhalb weniger Monate zwei Großereignisse über die Bühne bringen. Die Organisatoren wollen diese beiden Projekte verbinden, denn viele Anlagen der Winterspiele, die vom 7. bis 23. Februar stattfinden, sollen anschließend bei der Formel 1 eingebunden werden.

Es bleibt noch einige Zeit bis dahin, aber noch ist das Datum für das Rennwochenende der Königsklasse nicht fixiert. Das wird erst gegen Ende der Saison 2013 passieren, weshalb die Organisatoren nicht im Voraus planen können, wie viel Zeit ihnen für die Vorbereitungen nach den Winterspielen bleibt. Laut den aktuellen Plänen soll die Strecke im Wesentlichen bereits ein Jahr vor dem Renntermin fertig sein, auch um ein Chaos wie in Südkorea zu verhindern.

Nach den Winterspielen müssen nur noch Details ergänzt werden. "Es gibt spezielle Dinge, die nach Abschluss der Olympischen Spiele noch installiert werden müssen, wie Auslaufzonen und Fangzäune", wird Anatoly Pakhomov, der Bürgermeister von Sotschi, von 'Reuters' zitiert. "Die Basis der Strecke wird ungefähr ein Jahr vor der Rennpremiere fertig gestellt sein."

Trotzdem hatte sich das Internationale Olympische Komitee jüngst Sorgen gemacht, ob Sotschi zwei Veranstaltungen dieser Größenordnung organisieren kann. Das IOC hat sich gründlich über das Formel-1-Projekt informiert und wird auch weiter die Fortschritte beobachten. "Es gibt volle Bemühungen, damit das Dormel-1-Rennen wie geplant 2014 stattfinden kann", bestätigt Pakhomov. "Die speziellen Voraussetzungen, damit diese beiden Veranstaltungen organisiert werden können, werden derzeit genauestens studiert."

"Das Komitee, das für die olympischen Spiele verantwortlich ist, wird in die Organisation des Formel-1-Komitees vollständig integriert. Das Rennprojekt ist immer noch in einem Stadium, indem es Formen annimmt. Für 2015 sehe ich keine Verzögerungen voraus." Die Kosten werden ebenfalls genau im Auge behalten. "Das Grand-Prix-Projekt wurde genauestens kalkuliert und die öffentliche Hand wird etwas unter 200 Millionen Dollar (umgerechnet rund 152 Millionen Euro) in den Bau der Anlage investieren."

Beim Streckenlayout wollen die Russen etwas Besonderes zeigen. Andrey Kraynik gehört der Geschäftsleitung von MegaFon an, das die Winterspiele und das Rennen sponsern wird. Er meint: "Die Fans werden es wie Montreal lieben, aber es wird für die Fahrer eine Herausforderung wie Monaco sein. Als wir Hermann Tilke im Jahr 2009 eingeladen haben, haben wir klargestellt, dass die Strecke die richtige Balance bietet."

"Es wird ein klassischer Kurs sein, bei dem viel Augenmerk auf Überholstellen gelegt wird. Außerdem wird es ein Mix aus schnellen Kurven, langen Geraden und Haarnadeln sein. Auf der einen Seite wird man die Berge im Hintergrund sehen und auf der anderen das Gefühl eines Straßenkurses haben."

Fotoquelle: xpb.cc

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