Frank Williams will sich offenbar langsam aus seinem Team zurückziehen

Formel 1 2010

— 20.12.2010

Große Ehre für Frank Williams

Teamchef Frank Williams ist in Großbritannien zur "Sportpersönlichkeit des Jahres" gewählt worden: Erster Titel mit Alan Jones das Highlight

Seit 33 Jahren ist das Williams-Team Teil der großen Formel-1-Show. Teamchef Frank Williams und sein Partner Patrick Head haben den Rennstall nicht nur zu vielen Erfolgen geführt, sondern immer wieder durch finanzielle Untiefen manövriert. Seit einigen Monaten arbeiten die beiden Teambesitzer an einem flüssigen Übergang auf die designierten Nachfolger. Geschäftsführer Adam Parr wurde viel Verantwortung übertragen, der Österreicher Toto Wolff stieg als Teilhaber ein.

Seit 1977 sammelte Williams insgesamt 16 Weltmeistertitel (sieben Fahrer-, neun Konstrukteurstitel), damit steht das Team in der Erfolgsstatistik auf Platz drei hinter Ferrari und McLaren. Frank Williams, der seit einem Autounfall 1986 im Rollstuhl sitzt, wurde nun einmal mehr für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der 68-Jährige wurde von der britischen 'BBC' zur "Sportpersönlichkeit des Jahres" gewählt und nahm den sogenannten "Helen-Rollason-Award" entgegen.

"Es war eine tolle Reise", schildert Williams mit Blick auf sein Formel-1-Werk. "Wenn ich noch einmal jung wäre, dann würde ich alles genauso noch einmal machen. Einzige Ausnahme: Ich würde versuchen, die schlimmen Unfälle zu verhindern." Neben seinem eigenen schweren Schicksal hatte Williams jahrelang am Verlust von Ayrton Senna gelitten. Der Brasilianer war 1994 in einem Williams in Imola ums Leben gekommen.

"Ich verspürte eine große Verantwortung, ihm ein adäquates Auto zur Verfügung zu stellen. Wir haben ihn im Stich gelassen", erklärt Williams mit Blick auf jenen traurigen 1. Mai 1994. Bei der Preisübergabe in Großbritannien blickte der Teamchef jedoch auch auf positive Momente. "Der erste Grand Prix in Silverstone vor heimischer Kulisse war ein Highlight. Natürlich auch der erste Titelgewinn 1980 mit Alan Jones." Neben Jones holten auch Keke Rosberg, Nelson Piquet, Nigel Mansell, Alain Prost, Damon Hill und Jacques Villeneuve ihre Formel-1-Krone im Williams.

Frank Williams hatte seine Karriere im Motorsport als Pilot begonnen. Anfang der 1960er-Jahre hatte der Brite unter anderem an Formel-3-Rennen teilgenommen. 1969 startete er sein erstes Team, scheiterte bei dem Versuch jedoch und musste schließlich an den Kanadier Walter Wolff verkaufen. Gemeinsam mit Patrick Head und einigen anderen Fachleuten aus dem Wolff-Team hob er das heutige Williams-Team aus der Taufe. Den ersten Sieg feierte man 1979 beim Heimspiel in Großbritannien mit Clay Regazzoni.

Fotoquelle: Williams

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