Der freistehende Kopf der Formel-1-Piloten ist einigen Gefahren ausgesetzt

Formel 1 2010

— 23.12.2010

Kopfschutz in Zukunft durch Windschild?

Laut italienischen Medienberichten denkt die FIA darüber nach, den Kopf der Piloten in Zukunft durch eine Plexiglas-Scheibe vor dem Helm zu schützen

Schon 2007 forderte David Coulthard eine Kanzel über dem Cockpit, damit der Kopf der Piloten vor herumfliegenden Wrackteilen oder Rädern geschützt ist. Unmittelbar davor hätte der damalige Red-Bull-Pilot den Österreicher Alex Wurz bei einer Kollision in Melbourne beinahe geköpft. Erst im Vorjahr flammte die Debatte wieder auf, als Ferrari-Pilot Felipe Massa beim Qualifying zum Grand Prix von Ungarn von einer Stahlfeder am Helm getroffen wurde und sich dabei schwere Verletzungen im Gesicht zuzog.

Zudem wurde Formel-2-Pilot Henry Surtees ebenfalls 2009 von einem Rad am Kopf getroffen - der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters John Surtees erlag später den Verletzungen. Glaubt man nun italienischen Medienberichten, dann möchte die FIA aus diesem Grund Plexiglas-Scheiben einführen, die den Kopf des Piloten in solchen Situation schützen.

Die Fachzeitschrift 'Autosprint' hat auch eine Fotomontage veröffentlicht, die zeigt wie dieser Windschild aussehen könnte. Er soll angeblich die Sicht des Fahrers nicht behindern und dem Aufprall eines Rades oder sogar eines 640 Kilo schweren Formel-1-Boliden standhalten können.

Massa hatte nach seinem Unfall gefordert, man müsse sich Gedanken über einen möglichen Kopfschutz in der Formel 1 machen. "Ich sage nicht, dass wir das Cockpit komplett bedecken müssen", meinte der Brasilianer damals. "Vielleicht gibt es aber andere Dinge, die man tun kann, um zu verhindern, dass ein Rad deinen Kopf trifft." Daraufhin wurde laut Bernie Ecclestone der langjährige Formel-1-Arzt und nunmehrige Präsident des FIA-Instituts für Sicherheit im Motorsport, Professor Sid Watkins, beauftragt, sich Gedanken über eine mögliche Lösung zu machen.

Während die Rufe nach einem Schutz für den Kopf des Fahrers nach der Kollision von Michael Schumacher mit Tonio Liuzzi in Abu Dhabi, als die Frontpartie des Force-India-Boliden den Helm des Rekordweltmeisters nur knapp verfehlte, wieder lauter geworden sind, stoßen sich Kritiker daran, dass dadurch das typische Erscheinungsbild eines offenen Monoposto-Rennwagens verloren gehen könnte.

Fotoquelle: xpb.cc

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