Bernie Ecclestone macht sich seine Gedanken zum Formel-1-Jahr 2010

Formel 1 2010

— 30.12.2010

Ecclestone: "Rosberg vielleicht der Beste von allen?"

Bernie Ecclestone über 2010: Warum ihn Vettels Triumph nicht überrascht hat, warum Webber zu Ferrari passen würde und über das Kräfteverhältnis Schumacher-Rosberg

Es gab Jahre, in denen der Formel-1-Weltmeister bereits im Spätsommer feststand. Oder Jahre, in denen der Kampf um den Titel ein Zweikampf war. Doch 2010 war ein ganz anderes Jahr. Bis kurz vor Schluss hatten noch fünf Fahrer die Chance auf die Weltmeisterkrone, beim Finale in Abu Dhabi waren es derer noch drei. Und am Ende holte sich mit Sebastian Vettel ein Fahrer den Titel, dem im letzten Rennen nur noch Außenseiterchancen eingeräumt wurden.

Es war also ein spannendes Jahr, wahrscheinlich sogar eines der spannendsten in der Geschichte überhaupt. Dieser Meinung ist auch Bernie Ecclestone. Der Formel-1-Boss blickt in einer Expertenkolumne für die Münchener 'TZ' noch einmal auf 2010 zurück. Dass Red-Bull-Pilot Vettel am Ende Weltmeister wurde, habe viele vielleicht überrascht, ihn aber nicht.

Vettel bringe die nötigen Zutaten für den Erfolg bereits in jungen Jahren mit. "Er ist ein Gewinnertyp, intelligent, supertalentiert - und vor allem ist er auch noch ein verdammt ¬netter Kerl", so Ecclestone. Wenn Vettel nicht in diesem Jahr Weltmeister geworden wäre, dann hätte es 2011 oder später für den Heppenheimer geklappt, meint der Brite.

Auch das Können von Vettels Teamkollege Mark Webber schätzt Ecclestone hoch ein. Der Australier habe allerdings das Pech gehabt, lange in unterlegenem Material gefahren zu sein. "Hätte Webber schon vor fünf Jahren ein gutes Auto gehabt, er wäre wahrscheinlich auch schon Weltmeister", sagt er und betont, dass er Vettel bis zum Schluss einen harten Kampf geliefert hat. Ecclestone ist übrigens überzeugt, dass Webber von seiner Art her gut zu Ferrari passen würde: "Typen wie ihn hat der 'alte Mann' Enzo Ferrari immer gemocht."

Natürlich thematisiert der Formel-1-Chef in seinem Rückblick auch das Comeback von Michael Schumacher bei Mercedes. Natürlich war Ecclestone begeistert über die Medienresonanz, die die Rückkehr des siebenmaligen Weltmeisters mit sich gebracht hat. Für Schumacher-Siege sei jedoch der Mercedes "leider nicht gut genug" gewesen.

Ecclestone beschäftigt auch das teaminterne Kräfteverhältnis bei Mercedes. Nico Rosberg hat es in der vergangenen Saison auf 70 Punkte mehr als Schumacher gebracht (142 zu 72). Nun fragt sich der Formel-1-Boss, wie man das Rosbergs Fähigkeiten einschätzen muss. "Wenn Michael immer noch annähernd so gut ist wie früher - wie gut ist dann eigentlich Nico Rosberg? Vielleicht ist er sogar der beste Fahrer von allen", mutmaßt Ecclestone. Unmöglich sei das nicht.

Fotoquelle: xpb.cc

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