Maldonado durfte bei den Tests in Abu Dhabi Kontakt zum Williams aufnehmen

Formel 1 2010

— 31.12.2010

Parr: "Maldonado ist kein Bezahlfahrer"

Williams-Geschäftsführer Adam Parr sieht Neuzugang Pastor Maldonado als großes Talent: Die gleichen fahrerischen Möglichkeiten wie Rosberg und Hülkenberg?

Für Nico Hülkenberg ist 2011 kein Platz mehr bei Williams - trotz sensationeller Pole-Position in Brasilien und guter Entwicklung im Debütjahr. Der junge Deutsche muss sich einen neuen Arbeitgeber suchen, da der neue GP2-Champion Pastor Maldonado mit viel Sponsorgeld aus seiner Heimat Venezuela bei den Briten landen konnte. Der 25-Jährige wird im kommenden Jahr an der Seite von Rubens Barrichello arbeiten.

Viele Beobachter werten den Fahrerwechsel bei Williams als einen Sieg des Geldes über Talent. Aber davon will man im Traditionsteam nichts hören. Maldonado sei keineswegs ein "Paydriver" im klassischen Sinne. "Wir haben noch nie jemanden in unser Auto gesetzt, der vielleicht nicht bereit für die Formel 1 war, der es nicht verdient hatte und nicht die Fähigkeiten für entsprechende Leistungen mitbrachte", betont Williams-Geschäftsführer Adam Parr gegenüber 'F1 Racing'.

"Der Kerl hat gerade die GP2-Meisterschaft mit einem Rookieteam erreicht, er hat mehr Rennen gewonnen als jeder andere. Über diese Fakten muss man doch gar nicht mehr diskutieren", stellt Parr die sportlichen Glanzleistungen des Venezuelaners dar. Dass Maldonado vier Jahre in der GP2 brauchte, um ganz vorne zu sein, verschweigt man. Auch die Tatsache, dass er beispielsweise 2009 gegen den damaligen Champion Nico Hülkenberg kein Land sah.

Parr betont jedoch, dass es sich beim 25-Jährigen aus Maracay um einen "Goldjungen" handelt. "Wir arbeiten mit einem unabhängigen Fahrercoach zusammen. Der ist fest davon überzeugt, dass Pastor bezüglich Speed und Talent genauso gute Anlagen mitbringt wie die beiden Nicos." In den vergangenen Jahren absolvierten die beiden Deutschen Rosberg und Hülkenberg ihre Debütjahre in der Formel 1 bei Williams. Rosberg bekam die nötige Zeit, Hülkenberg jedoch nicht.

"Wir sehen die Zusammenarbeit mit Maldonado langfristig", erklärt der Williams-Geschäftsführer. "Wenn du einen jungen, talentierten Piloten hast, dann verspricht das viel für die Zukunft. Wenn er zusätzlich auch noch Sponsoren hat, dann ist es umso besser." Nach Angaben des Briten könne allerdings die Zahl der persönlichen Sponsoren kein Anhaltspunkt für eine sportliche Bewertung darstellen. "Fernando Alonsos Sponsor ist der größte in der Formel 1", sagt Parr.

Allerdings wird sich Alonso einen Großteil des Geldes von Santander auf das eigene Konto überweisen lassen. Maldonado dürfte seine Sponsormillionen eher direkt bei Williams abgeben müssen. Hülkenberg blickt angesichts der Unterstützung für Maldonado aus dessen Heimat Venezuela in die Röhre. "Ich würde ihn gern irgendwann wieder bei Williams sehen", meint Parr über Hülkenberg. "Er bringt alles mit, um ein großer Pilot zu werden. Hoffentlich kommt er woanders unter. Gleichzeitig würden wir gern einen engen Draht zu ihm halten."

Fotoquelle: Williams

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