Nur noch drei Teams: Cosworth verliert zur kommenden Saison Lotus als Kunden

Formel 1 2010

— 31.12.2010

Cosworth als Underdog: "Das ist unfair"

Cosworth genießt nach Ansicht von Mark Gallagher nicht den Ruf, den man verdient hätte: "Im siegfähigen Auto würde unser Motor Grands Prix gewinnen"

Nicht nur Michael Schumacher hat 2010 sein großes Comeback gefeiert, sondern auch Cosworth kehrte nach einer dreijährigen Pause in die Szene zurück. Der britische Motorenbauer rüstete in der abgelaufenen Saison mit Williams, Lotus, Virgin und HRT gleich vier Teams aus - also ein Drittel des gesamten Starterfeldes in der Königsklasse. Der Glanzpunkt des Jahres war sicherlich die Pole-Position von Nico Hülkenberg in Brasilien.

"Cosworth hat seit etwa 20 Jahren das Image des Underdogs. Ich finde das unfair", sagt Unternehmenschef Mark Gallagher gegenüber 'f1fanatic.co.uk'. Der Brite lässt eine klare Ansage folgen: "Cosworth kann Rennen gewinnen. Wenn unser Motor im Heck eines siegfähigen Autos ist, dann können wir auch bei Grands Prix siegen. Ich habe da die allergrößte Zuversicht." Das Problem: Cosworth fehlt bislang der richtige Partner für Glanztaten - und es ist auch kein solcher in Sicht.

"Bei Williams leisten Frank Williams und Patrick Head großartige Arbeit. Die haben früher Siege gefeiert und wollen das wieder schaffen", beschreibt Gallagher das Bemühen des prominentesten Partners. Allerdings kann Williams schon seit vielen Jahren nicht mehr in der Liga von Ferrari, McLaren und Co. mitspielen. Es ist zweifelhaft, ob das Traditionsteam innerhalb der kommenden Monate einen solch großen Sprung macht, sodass man 2011 Erfolge einfahren kann.

"Wenn wir nicht gewinnen, dann schreibt man es schnell unserem Motor zu", klagt Gallagher über die Imageprobleme seines Unternehmens. "Man muss sich mal daran erinnern, dass Michael Schumacher 1994 seinen ersten Titel mit einem Ford-Cosworth eingefahren hat. Viele Leute glauben, er hätte seine ersten beiden Weltmeisterschaften mit einem Renetton-Renault gewonnen. 1991 haben wir gemeinsam mit Jordan fast den Grand Prix in Spa-Francorchamps mit Andrea de Cesaris gewonnen - im ersten Jahr."

"Nehmt auch mal Ayrton Sennas Saison im McLaren mit dem Cosworth im Heck (1993; Anm. d. Red.). Alle erinnern sich an den grandiosen Sieg in Donington. Den fuhr er mit unserem Motor ein", erinnert der Cosworth-Chef. "Wir bauen immer noch konkurrenzfähige Motoren. Unser Problem ist nur, dass er nicht im Heck eines starken Autos steckt. Das ist nicht als Kritik an unseren Partnern gemeint, sondern einfach nur eine Darstellung der Tatsachen."

Fotoquelle: xpb.cc

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