Sebastian Vettel wird im Februar in Valencia im neuen Red Bull RB7 sitzen

Formel 1 2010

— 31.12.2010

Vettel: Von Rasen und Ruhe

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel über seine Wünsche und Erwartungen für das kommende Jahr und manch negative Erfahrung als Beifahrer

Eigentlich sollte Sebastian Vettel das Jahr 2010 im Rückblick als perfekt bewerten. Der junge Deutsche holte sich im allerletzten Rennen der Saison mit Red Bull den Titel, und erfüllte sich und dem Team damit einen großen Traum. Dennoch hat der Heppenheimer sportliche Wünsche für die neue Saison. Geht es nach Vettel, dann soll sich die Spannung 2011 in Grenzen halten.

"Die WM beginnt mit dem ersten Rennen", sagt der Weltmeister im Gespräch mit 'Autosport' und mahnt damit sich und sein Team zu weniger Fehlern in der Frühphase der Saison. "Dieses Jahr hätte viel entspannter laufen können, wenn wir nicht so viele Punkte hätten liegen lassen." Insgesamt waren dem neuen Champion im Verlauf des Jahres durch Pleiten, Pech und Pannen über 120 Punkte durch die Lappen gegangen.

"Wir wollen jede erdenkliche Chance nutzen, um uns in eine bessere Position zu bringen. Idealerweise kann man dann ruhiger in die Endphase gehen", lautet die Zielsetzung für das kommende Jahr. "Die nächste Saison wird wieder hart. Die Autos werden sich verändern, andere Teams können möglicherweise aufholen. Trotzdem haben wir natürlich die Chance, wieder bestens abzuschneiden. Aber wir müssen erst einmal abwarten."

Für alle Teams stehen erhebliche Veränderungen an. De Formel 1 rollt ab 2011 auf Pirelli-Reifen, KERS kehrt zurück, die Heckflügel werden verstellbar sein. Entsprechend intensiv bereitet Red Bull den neuen RB7 vor, der im neuen Jahr schon beim ersten offiziellen Wintertest in Valencia fahren soll. Man agiert also anders als in den Vorjahren, wo man die ersten Testfahrten jeweils mit dem alten Fahrzeug bestritt.

Vettel will auch 2011 auf der Siegerstraße bleiben. Niederlagen gehören zu den schmerzhaftesten Erlebnissen des jungen Rennfahrers. "Verliere ich beim Formel-1-Rennen, gucke ich mir später die Videoaufzeichnung auf dem Computer an und suche danach, was ich hätte besser machen können", verrät Vettel dem 'Express'. "Erst wenn ich den Grund finde, kann ich eine Niederlage abhaken."

"Die Sucht nach Geschwindigkeit stille ich auf der Rennstrecke. Und da hat man keinen Gegenverkehr und man hat die Gefahren selbst in der Hand", sagt der Heppenheimer. "Ein gewisses Risiko fährt mit. Angst habe ich nicht. Aber Respekt. Ein Abflug lässt sich nicht immer vermeiden, und wenn man das Auto nicht mehr abfangen und retten kann, dann weiß man ist das kein schönes Gefühl."

Ein ebenso ungutes Gefühl hat der neue Formel-1-Champion, wenn er als Beifahrer in einem Fahrzeug sitzt. "Am liebsten ist es mir, wenn ich selbst hinter dem Steuer sitze", sagt er. Fast alle Rennfahrer kennen dieses Gefühl, das auch oft zu großen Ängsten führen kann. "Männer können besser einparken. Ich habe schon die eine oder andere Frau erlebt, da war das ein gewisses Drama", erklärt Vettel sein Rollenverständnis im Autoverkehr.

Bis zum Start der neuen Saison stehen nicht nur viele Simulatortests und Arbeit in der Fabrik an, sondern es bleibt auch etwas Zeit. "Zeit und Ruhe zu haben ist ein großer Luxus", meint Vettel. "Viele stellen sich vor: Der Kerl ist das ganze Jahr unterwegs, sieht so viel, ist in tollen Hotels. Hätte ich das nicht, würde mir das sicher auch fehlen. Aber man sehnt sich nach dem, was man nicht hat: Der schönste Ort für mich ist zu Hause. Im eigenen Bett zu schlafen, auf der Couch zu lümmeln, DVD zu gucken."

Fotoquelle: xpb.cc

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