Bei Cosworth werden noch bis 2012 weitere V8-Motoren zusammengebaut

Formel 1 2011

— 01.01.2011

Motoren 2013: Kostendeckelung und zusätzliche Tests

Die Hersteller wollen die Entwicklungskosten für die neue Motorengeneration im Rahmen halten - Vor 2013 soll es zusätzliche Testfahrten geben

Ab 2013 werden die Formel-1-Autos von 1,6-Liter-Turbomaschinen samt KERS angetrieben. Die neue Motorenformel kommt nicht bei allen Herstellern gut an, vor allem Ferrari fällt die Trennung vom bisherigen V8 schwer. Gewisse Vorbehalte gab es in den vergangenen Monaten von verschiedenen Seiten. Vor allem Mercedes und Cosworth machten sich Sorgen um möglicherweise explodierende Entwicklungskosten.

"Diese Sorgen will man nun mit einem speziellen Resource-Restriction-Agreement (RRA) vom Tisch wischen", erklärt Cosworth-Boss Mark Gallagher im Gespräch mit 'f1fanatic.co.uk'. Die betroffenen Motorenhersteller sollen sich in den kommenden Wochen auf gewisse finanzielle Grenzen für den Entwurf und Bau der neuen Triebwerke verständigen.

"Bisher gibt es kein RRA für die Arbeit an Motoren, weil die aktuellen Triebwerke in ihrer Entwicklung eingefroren sind", sagt der Brite. Nun wolle man möglichst schnell die Rahmenbedingungen bezüglich 2013 festzurren - die Zeit drängt. "Wir arbeiten an einer Vereinbarung, weil jetzt auch schon die Arbeit an den neuen Motoren beginnt."

Die FIA wird in Gesprächen mit den Herstellern einen Kostenrahmen festlegen, der bei der Entwicklung der Triebwerke für 2013 strikt einzuhalten ist. "Man wird verhindern müssen, dass einer der Hersteller aus der Reihe springt und kolossal viel Geld für die Entwicklung in die Hand nimmt", sagt Gallagher. Sein Unternehmen könne sich auf entsprechende Vorgaben einstellen.

"Wir sind ein sehr effizientes Unternehmen. Auf Grundlage welcher Vorgaben auch immer werden wir einen guten Motor bauen können", zeigt sich Cosworth-Boss zuversichtlich. Vor allem der Motorenpartner von Williams, Virgin und HRT hatte auf eine Kostendeckelung gedrängt. "Wir sind im Vergleich zu den anderen Herstellern in einer ganz anderen Situation", so Gallagher.

"Wir müssen unser Geld mit der Motorenlieferung verdienen und haben nicht auch noch gleichzeitig ein Rennteam. Für uns stand nie die Frage nach der Art des Motors im Vordergrund, sondern immer nur die Frage, ob wir unter den neuen Regeln kostendeckend arbeiten können", beschreibt der Brite die Cosworth-Haltung in den Verhandlungen.

Angeblich hatten die Briten eine Höchstsumme von 30 Millionen Euro für die Entwicklung des neuen Triebwerks genannt. Viel Geld, das Cosworth über Leasingverträge mit den Partnerteams erst einmal wieder einnehmen müsste. Die Leasingraten für komplette Antriebsstränge dürfen ab 2013 kaum höher sein als bisher, denn diese Summen werden sicherlich im Rahmen einer neuen Vereinbarung festgeschrieben.

Nicht nur auf die Hersteller der Motoren kommen hohe Ausgaben zu, sondern auch auf die Teams. Um die neuen Triebwerke rechtzeitig zum Start der Saison 2013 zur Rennreife zu bringen, werden voraussichtlich zusätzliche Testfahrten angesetzt. "Mich würde es überraschen, wenn FIA, FOM und FOTA nicht über erweiterte Testmöglichkeiten diskutieren", sagt Gallagher.

"Ich kann mir vorstellen, dass man im November und Dezember 2012 zusätzliche Probefahrten ermöglicht. Die Integration eines komplett neuen Antriebskonzepts wäre ohne erweiterte Testmöglichkeiten kaum machbar", sagt der Cosworth-Chef. "Es kann schließlich nicht im Interesse der Formel 1 sein, dass wir möglicherweise beim Saisonstart 2013 in Bahrain alle Motoren kaputtgehen sehen."

Fotoquelle: xpb.cc

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