Auch Cosworth kommt am Thema KERS nicht mehr lange vorbei

Formel 1 2011

— 02.01.2011

Cosworth plant mit eigener KERS-Lösung

Ob nun gemeinsam mit Williams oder in Eigenregie: Spätestens ab 2013 möchte Cosworth ein Motorenpaket mit KERS-Technologie anbieten

2011 wird nur eines der drei Cosworth-Teams mit der Hybridtechnologie KERS fahren. Während HRT und Virgin darauf verzichten, entwickelt Williams sein eigenes System und stimmt dieses mit dem Motorenhersteller ab. Aber auch HRT und Virgin "haben für 2012 Interesse an KERS bekundet", wird Cosworth-Sportchef Mark Gallagher von 'f1fanatic.co.uk' zitiert.

"Es gibt einige Möglichkeiten, wie wir in Zukunft fortfahren können", erklärt er. "Natürlich ist Williams interessiert daran, das eigene System an mehr Teams zu verkaufen. Sie haben ja auch schon ihre Kraftübertragung an HRT verkauft." Doch Cosworth schließt keineswegs aus, für 2013 ein komplett eigenes KERS zu entwickeln. Fest steht zum jetzigen Zeitpunkt aber nur, dass es schon "einige sehr klare Ideen" gibt, wie das Thema Hybridtechnologie angepackt werden soll.

"Wir sind noch nicht bereit dazu, diese Ideen bekannt zu geben, aber ein vollintegriertes Fahrzeugheck ist sicherlich der Weg, den es einzuschlagen gilt", spricht sich Gallagher für eine kompakte Motor/Getriebe/KERS-Einheit aus. Diese Einheit müsse dann "in totaler Harmonie" funktionieren "und die richtige Gewichtsverteilung, die richtige Funktionalität und die richtigen operativen Voraussetzungen" bieten.

"Die Zeiten, in denen Cosworth einen Motor bauen konnte und sich um den Rest nicht mehr kümmern musste, sind eindeutig vorbei", weiß der Brite und nimmt sich ein Beispiel an der Konkurrenz: "Ferrari, Mercedes und Renault besitzen eigene Teams und fragen sich daher: 'Wie können wir das ganze Auto bauen?' Wir müssen die gleiche Einstellung verfolgen." Sprich: Die Auswirkungen des Motors auf den Rest des Gesamtpakets bedenken.

Dann will Cosworth eines Tages auch wieder einen Grand Prix gewinnen: "Ich glaube, Williams kann wieder ein Topteam werden", meint Gallagher und hofft: "Für uns wäre ein Sieg nicht nur sehr angenehm, sondern es wäre auch ein wichtiger Geschäfts-Meilenstein. Die Pole-Position in Brasilien ermöglichte uns Einblick in die Reaktion der Welt, wenn du Erster bist. Wir waren ja nur am Samstagabend Erster, aber die Reaktionen waren gewaltig."

Fotoquelle: xpb.cc

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