Tony Fernandes und sein Team setzen ab der Saison 2011 auf Renault

Formel 1 2011

— 04.01.2011

Fernandes begrüßt neues Motorenreglement

Lotus-Teamchef Tony Fernandes hält den Schritt zu kleinen 1,6-Liter-Turbomotoren für richtig: Endlich Relevanz in Bezug auf Automobilbau und Umweltschutz

Die Einführung der 1,6-Liter-Turbomotoren ab 2013 sorgt immer noch für viele Diskussionen. Vor allem Ferrari kann sich mit dem Schritt zu den kleinvolumigen Maschinen noch nicht anfreunden. Luca di Montezemolo sucht weiterhin die Konfrontation mit der FIA. Er werde jede sich bietende Chance nutzen, das für 2013 geplante Reglement zu verhindern, oder zumindest einen Aufschub zu bewirken.

Der Italiener hat bei seinen Bemühungen das Image der Marke Ferrari im Blick: Vierzylinder und das springende Pferd - das passt aus Sicht von Montezemolo nicht zusammen. Anderen Herstellern macht eher der Kostenfaktor Sorgen. Die Entwicklungkosten für den neuen Motor sollen allerdings begrenzt werden. Cosworth-Boss Mark Gallagher kündigte ein Resource-Restriction-Agreement (RAA) für die Triebwerke an.

Den unabhängigen Teams, die sich die Motoren wohl auch in Zukunft liefern lassen werden, können die Kosten im ersten Schritt recht egal sein. Solange die Leasingraten für Motoren nicht in die Höhe schnellen, haben Teams wie Red Bull, McLaren, Toro Rosso, Sauber und Co. nicht viel auszustehen. Daher betrachtet man die Einführung des neuen Reglements auch aus einer anderen Warte.

"Ich bin sehr glücklich damit", gibt Lotus-Teamchef Tony Fernandes gegenüber 'Autosport' zu Protokoll. "Endlich wird die Formel 1 dann wieder für die Automobilindustrie relevant, endlich auch bezüglich Umweltthemen." Die Effizienz der Formel-1-Treibsätze soll deutlich gesteigert werden. KERS wird zum größeren Faktor, der Benzinverbrauch soll im ersten Schritt um 35 Prozent gesenkt werden.

"Das ist doch phänomenal", jubelt Fernandes. "Wenn wir das künftig auf alle Automobile übertragen könnten, dann wäre das ein regelrechtes 'Wow'. Das ist schon eine erhebliche Zahl", meint der malaysische Geschäftsmann. "Mit KERS gewinnen wir derzeit nur ein Prozent der Energie zurück. Es sollen aber in Zukunft bis zu 50 Prozent werden."

Schon vor Wochen hatte Fernandes im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' weitere Schritte verlangt. "Wir müssen technologisch mehr dazu beitragen, der Motorenindustrie zu helfen. Das fängt zum Beispiel bei den richtig dimensionierten Felgen an. Bei solchen Dingen müssen wir in eine Richtung gehen, die uns näher zusammenbringt", sagte der Lotus-Teamchef.

Fotoquelle: xpb.cc

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