Domenicali sieht 2011 nicht nur Red Bull als Gegner für seine Roten

Formel 1 2011

— 04.01.2011

Domenicali: "2011 wird noch umkämpfter"

Ferrari-Teamchef Domenicali erklärt, warum 2011 spannnder als 2010 wird, wie man eine neue Ära einleiten will und dass Massas Problem im Kopf ist

Die Saison 2010 ging als eine der spannendsten in die Formel-1-Geschichtsbücher ein. Doch Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali ist davon überzeugt, dass man in der kommenden Saison sogar noch mehr erwarten darf. "2010 war ein umkämpftes Jahr, doch 2011 wird sogar noch umkämpfter", prognostiziert er gegenüber 'La Republica'.

Das liegt seiner Meinung nach daran, dass die Konkurrenz zu Red Bull aufschließen wird: "Neben Red Bull, die gewonnen haben und als Favorit starten, wird McLaren in üblicher Stärke zurück kommen, außerdem ist Hamilton ein außerordentlicher Fahrer. Ich rechne auch damit, dass Mercedes vorne dabei sein wird: Sie haben zu viel investiert, um sich eine weitere Saison wie die letzte leisten zu können."

Daher wird es in den Rennen noch enger zugehen, ist sich Domenicali sicher: "Auf der Strecke werden wir uns an eine Revolution gewöhnen müssen. Wer auf Pole steht, der wird nicht automatisch auf einem geraden Weg zum Sieg sein. Strategien werden wichtig sein."

Auch sein eigenes Team wird aufgrund der guten Basis der Saison 2010 dieses Jahr ganz vorne mitspielen, glaubt er. Dafür wird auch eine Verbesserung von Sorgenkind Felipe Massa notwendig sein. Für die Probleme des Brasilianers 2010 hat er eine interessante Theorie: "Jeder Fahrer muss sich am stärksten fühlen, wenn er Rennfahren will. Wenn ihnen das nicht gelingt, dann ist es für sie sehr schwer, die Ausreden im Kopf zu beseitigen, die jeder von uns kreiert, wenn es nicht läuft. Das war glaube ich der Grund für Felipes schlechte Saison, doch er wird da rauskommen, wenn er daran arbeitet."

Damit sein Team dieses Jahr Weltmeister wird, muss vor allem die Einheit Ferrari funktionieren. "Es wird wichtig sein, dass wir an der Gruppe arbeiten. Das wahre Problem an der heutigen Formel 1 ist, dass es keine technischen Leute mehr gibt, die den Unterschied machen. Es gibt nur mehr eine einzige One-Man-Show: Adrian Newey."

Abgesehen davon sei gutes Management wichtig: "Es gibt Teams mit exzellenten Nummer-zwei oder Nummer-drei-Leuten, die von exzellenten Leuten koordiniert werden. Die wahre Herausforderung ist es also, Gruppen von Menschen zu bilden: Nur so kann man gewinnen. Nur so kann eine neue Ära beginnen."

Fotoquelle: xpb.cc

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