Wann darf Nico Rosberg in der Formel 1 endlich so richtig jubeln?

Formel 1 2011

— 06.01.2011

Rosberg glaubt 2011 an Siege

Rosberg und der erste Sieg: Warum er zuversichtlich ist, was ihm laut Brawn noch dazu fehlt und wieso er nicht als absoluter Toppilot wahrgenommen wird

Nach einem mäßigen Premierenjahr steht der Mercedes-Rennstall unter Druck: 2011 werden Siege erwartet. Und geht es nach der vergangenen Saison, dann ist es der Deutsche Nico Rosberg, der den Rennstall von Ross Brawn auf die Siegerstraße führen muss. Ob dies tatsächlich gelingt? "Das ist jedenfalls unsere Haltung", meint Rosberg gegenüber 'Autosport'. "Es ist nicht leicht für uns, denn von dort wo wir 2010 lagen, ist es nicht einfach, diesen Sprung zu machen - alle anderen haben einen Vorsprung. Es ist aber machbar. Jetzt müssen wir abwarten, dann sehen wir weiter."

Ausschlaggebend wird vor allem sein, ob die Umstrukturierungsmaßnamen von Teamchef Brawn fruchten. Vor allem Rosberg könnte einer der Gewinner des teaminternen Umbaus sein: Der Wiesbadener bekommt seinen früheren Williams-Renningenieur Tony Ross zur Seite gestellt. Sein ehemaliger Teamkollege Alex Wurz hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach angedeutet, dass die beiden außerordentlich gut harmonieren und eine schwer zu knackende Einheit darstellen.

Brawns Theorie: Rosberg ist unauffällig

Auch für Brawn ist klar, dass Rosberg ein absoluter Siegertyp ist. "Er ist sehr gut, sehr talentiert, sehr fit, ein exzellenter Teamplayer, und er macht kaum Fehler", analysiert er seinen Piloten gegenüber 'auto motor und sport'. "Mit dem richtigen Auto gewinnt er Rennen, und wenn er diesen Schritt geschafft hat, kann er auch um die Meisterschaft mitfahren." Ob dies allerdings gelingt, hängt laut dem Mann aus Manchester ausschließlich von seinem Rennstall ab: "Ich glaube, dass er im richtigen Team ist. Jetzt müssen wir Nico nur noch das richtige Auto geben."

Rosberg ist der erste Teamkollege, der Rekordweltmeister Michael Schumacher das Leben so richtig schwer gemacht hat - dennoch zählt er für einige noch immer nicht zur absoluten Topliga. Brawn hat dafür seine Theorie: "Er ist ein ruhiger Fahrer, man sieht von ihm auf der Strecke nicht so viele auffällige Aktionen. Doch wenn er einmal an jemandem vorbei ist, dann ist er gut beim Überholen. Er macht einfach weiter - das wurde vielleicht von der Öffentlichkeit noch nicht so wahrgenommen. Gewinnt er einmal ein Rennen, was ihm gelingen wird, dann wird sich das ändern."

Rosberg stört Underdog-Status nicht

Für Rosberg selbst ist es kein Problem, dass er derzeit noch im Schatten von Weltmeistern wie Fernando Alonso, Sebastian Vettel oder Lewis Hamilton steht, und dass manche Leute an seinem Potenzial zweifeln. "Das ist vielleicht in den Medien der Fall, doch das kümmert mich nicht", stellt er klar. "Für mich ist nur wichtig, dass ich nächste Saison ein besseres Auto habe und Rennen gewinnen kann."

Nur bei bestimmten Menschen sei ihm wichtig, welche Meinung sie über ihn haben, sagt Rosberg: "Was die Karriere angeht, ist es wichtig, dass die Leute meine Leistungen wahrnehmen, die in der Formel 1 die Entscheidungen treffen." Ob dies 2010 auch geschehen sei? "Ich glaube, dass meine Leistung dieses Jahr für sie augenscheinlich war. Sie haben gesehen, dass ich gute Arbeit geleistet habe."

Fotoquelle: xpb.cc

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