Bernie, ihm schmeckt's nicht: Jarno Trulli kritisiert die aktuelle Lage in der Formel 1

Formel 1 2011

— 10.01.2011

Trulli beklagt schwierige Formel-1-Situation

Zu viele Paydriver und zu wenige Sponsorengelder aus Italien: Lotus-Fahrer Jarno Trulli findet keinen Gefallen an einigen Entwicklungen in der Formel 1

Formel-1-Routinier Jarno Trulli stört sich an den aktuellen Entwicklungen in der "Königsklasse" und spricht aus, was ihm gegen den Strich geht. Demnach kann der italienische Rennfahrer den vielen Bezahlpiloten ("Paydriver") im Starterfeld nichts abgewinnen und ärgert sich noch dazu über die mangelnde Unterstützung aus seiner Heimat. Überhaupt sei die finanzielle Gesamtlage nicht einfach.

"Die Formel 1 hat in den vergangenen Jahren eine Wende zum Schlechten genommen", wird Trulli von 'Autosport' unter Berufung auf die 'Gazzetta dello Sport' zitiert. "Verträge sind immer weniger Wert und das einzige, was interessiert, ist das große Geld, das von diversen 'kleinen' Fahrern mitgebracht wird. Nur vier Teams können exzellente Fahrer garantieren, das Niveau beim Rest ist recht mau."

Dies hänge nicht zuletzt mit der mangelhaften Hilfestellung durch nationale Unternehmen zusammen, meint der Lotus-Fahrer. "Es liegt an der Wirtschaft, unserer Mentalität und an Ferrari. In Italien dreht sich alles ohnehin nur um Ferrari. Außerhalb von Italien finden die Piloten einige Sponsoren in ihrem Heimatland. Petrow ist das jüngste Beispiel dafür. In Italien ist das ein großer Kampf", sagt Trulli.

Auch sein Rennstall müsse sich vorsehen, meint der 36-Jährige. "Sollten sie in finanzielle Probleme geraten, müssten auch sie Geld auftreiben. So gut unser Unternehmen aufgestellt ist - die Marketingabteilung entspricht nicht der eines Topteams. Es ist schwierig. Die Formel 1 hat halt einen Rückschritt von etwa 20 Jahren gemacht. Es gibt derzeit nämlich viele kleine Teams und nur wenige Hersteller."

Fotoquelle: xpb.cc

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