HRT gab Karun Chandhok 2010 den Laufpass und holte nun Narain Karthikeyan

Formel 1 2011

— 11.01.2011

Wurde Chandhok bei HRT vertragsbrüchig?

Karun Chandhok reichte im vergangenen Jahr nicht alle vertraglich fixierten Gelder ein, weshalb er gehen musste und HRT nicht wie geplant entwickeln konnte

Wirbel um Karun Chandhok und HRT: Erst vor wenigen Tagen hatte der indische Rennfahrer betont, ein Angebot des spanischen Rennstalls in den Wind geschlagen zu haben, "da ich unter den gegebenen Bedingungen meine langfristigen Ziele nicht erfüllt sah". Dies entspricht allerdings wohl nicht ganz der Wahrheit, denn HRT hatte seit dem Sommer 2010 kein Interesse mehr an Chandhok.

Laut dem 'Deccan Chronicle' soll der 26-Jährige im vergangenen Jahr nur zwei von insgesamt acht Millionen Euro für sein Cockpit bei HRT überwiesen haben, was letztendlich zum Rauswurf führte. "Als wir den Vertrag für die Saison 2010 unterschrieben, machte Karun auf dem Papier viele Versprechungen. Es gelang ihm aber nicht, seine Verpflichtungen zu erfüllen", sagt Teamchef Colin Kolles.

"Wir warteten eine Weile ab, hatten allerdings keine andere Wahl, als ihn vor dem Deutschland-Grand-Prix zu suspendieren. Wir gingen sehr diplomatisch vor und machten diese Sache nicht publik. Seither war Karun niemals auf dem Radar des Teams", stellt Kolles klar. Der Teamchef und HRT warfen vielmehr ein Auge auf Narain Karthikeyan, einen indischen Landsmann von Chandhok.

Der frühere Jordan-Fahrer wurde vor wenigen Tagen als neuer HRT-Stammfahrer präsentiert und baut 2011 vor allem auf die Standfestigkeit: "Das Team hat vielversprechende Pläne. Ich hoffe, all das kommt auch zustande." Karthikeyan sieht im Debütauto von HRT aus der Saison 2010 zwar keinen großen Wurf, bescheinigt dem F110-Rennwagen aber zumindest eine "sehr, sehr gute" Zuverlässigkeit.

Genau daran möchte der Inder anknüpfen und hofft, "dass alles gut verläuft". Laut Kolles habe es im vergangenen Jahr auch aufgrund der fehlenden Sponsorengelder von Chandhok nur bedingt zu Fortschritten gereicht. "Unsere Pläne hatten vorgesehen, dem Auto gewisse Modifizierungen zu verpassen. Diesem Vorhaben wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht", meint der Teamchef.

Karthikeyan ist indes bester Dinge, freut sich auf seine Saison mit HRT und über sein Comeback in der "Königsklasse" des Motorsports. "Die Formel 1 ist nun einmal das Größte und jeder will dort fahren. Ich darf mich glücklich schätzen, dass ich die Möglichkeit dazu habe und eine zweite Chance erhalte", hält Karthikeyan fest. "Nicht viele Leute bekommen in ihrem Leben eine zweite Chance."

Gegenüber der 'Times of India' bezeichnet der frühere NASCAR-Fahrer seinen Wechsel in die Formel 1 aber durchaus als "großes Risiko" - in den vergangenen Jahren beschäftigte sich Karthikeyan mit den unterschiedlichsten Rennserien und Formaten. "In zehn Monaten werde ich wissen, ob es die richtige oder die falsche Entscheidung war", gibt der indische HRT-Pilot abschließend zu Protokoll."

Fotoquelle: HRT

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