Anthony Davidson hat sich Gedanken über das neue Reglement gemacht

Formel 1 2011

— 16.01.2011

Davidson: Neue Regeln eine Herausforderung

Mit KERS und dem verstellbaren Heckflügel bekommen die Piloten im Cockpit mehr zu tun - Anthony Davidson sieht darin eine große Herausforderung für die Fahrer

In der kommenden Saison bekommen die Piloten wieder neue Kontrollelemente im Cockpit. Durch die Rückkehr des Energierückgewinnungssystems KERS und der Einführung des verstellbaren Heckflügels, warten auf die Asse neue Herausforderungen. Zum richtigen Zeitpunkt müssen die Knöpfe gedrückt werden, um das Optimum aus den Systemen herauszuholen. Neben dem reinen Fahren müssen auch noch andere Dinge erledigt werden.

Ferrari-Star Fernando Alonso hatte sich bereits darüber Gedanken gemacht. "Wir müssen einen Weg finden, um diese Systeme am Lenkrad zu aktivieren und es zu automatischen Abläufen werden lassen." Der Arbeit im Simulator kommt eine neue Bedeutung zu, denn bei der stundenlangen Testarbeit können diese Vorgänge in Fleisch und Blut übergehen.

Diese Erfahrung hat Anthony Davidson gemacht, der beim Aufbau des Mercedes-Simulators hilft. "Es wird für die Fahrer knifflig werden. Das Ganze erinnert an eine Band, in der nur einer spielt. Wir haben bereits im vergangenen Jahr beim F-Schacht gesehen, dass einige Piloten eine Hand vom Lenkrad nehmen mussten, um ihn zu aktivieren. Jetzt wird es auch Schalter oder Knöpfe geben, die entweder am Lenkrad oder irgendwo im Auto montiert sind, um den Heckflügel zu bedienen."

Interessant an dem beweglichen Element ist das Reglement. Im Training und im Qualifying kann der Heckflügel beliebig oft verstellt werden. Speziell im Kampf um die Startplätze wird der richtige Einsatz entscheidend sein. Im Rennen soll er als Überholhilfe dienen. Wenn ein Pilot eine Sekunde hinter dem Gegner ist, darf er ihn aktivieren, der Vordermann jedoch nicht.

"Man kann ihn praktisch verstellen wann immer man will. Das kann dir einen Vorteil von bis zu 15 km/h auf den Geraden verschaffen", schätzt der Peugeot-Werksfahrer. "Es wird also eine große Diskrepanz bei der Geschwindigkeit geben." Zusätzlich verändern die Piloten noch die gewohnten Dinge, wie die Bremskraftverteilung, das Differential und die Motorsteuerung.

Davidson glaubt, dass ruhige und intelligente Fahrer einen Vorteil aus der Mehrarbeit ziehen können. "Es begünstigt die Piloten mit einer größeren Kapazität. Die Piloten, die nicht nur schnell fahren können, sondern auch an all die anderen Dinge im Auto denken können. Wir haben im letzten Jahr gesehen, dass Witaly Petrow in Singapur nicht den F-Schacht eingesetzt hat, denn es wäre einfach zu viel gewesen."

"Fahrer die mehr Kapazitäten haben, sich auf der Strecke und im Auto wohl fühlen, werden einen Vorteil haben. Und alle Piloten die viel Zeit im Simulator verbringen."

Fotoquelle: xpb.cc

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