Der neue Renault R31 wird ein großes Lotus-Logo auf der Nase haben

Formel 1 2011

— 17.01.2011

Boullier: Ein Diamant und die gewünschte Krönung

Renault-Teamchef Eric Boullier rechnet mit erheblichen Fortschritten seiner Mannschaft: "Wir werden vom ersten Rennen an stark sein"

Das frühere Renault-Werksteam wurde in den vergangenen Monaten erheblich auf den Kopf gestellt. Mittlerweile ist der französische Autobauer nur noch Namensgeber und Motorenlieferant, die finanziellen Geschicke liegen in Händen von Genii Capital und der Lotus-Gruppe, die jeweils 50 Prozent am Rennstall halten. 2011 tritt das Team mit einer klassischen schwarz-goldenen Lackierung an, die an die Zeiten des legendären JPS-Lotus erinnern soll.

"Nun den Namen Lotus auf dem Auto zu haben, ändert nicht allzu viel", winkt Teamchef Eric Boullier im Gespräch mit 'Crash.net' ab. "Die Lackierung ist cool. Aber was für mich zählt, sind Siege - wir alle wollen gewinnen. Natürlich gibt es gewisse Erinnerungen an alte Zeiten, aber ich bin nicht der große Nostaligiker, sondern ich schaue lieber nach vorne", sagt der Franzose. Der Einstieg der Lotus-Gruppe sei vielmehr ein Antrieb, weil man nach schwierigen Zeiten nun endlich wieder Planungssicherheit genieße.

"Wir wissen natürlich nicht, wie gut die anderen Teams aussehen werden. Mein einziger Vergleich ist bisher der zwischen dem alten R30 und dem neuen R31. Wenn ich mir das auf dem Papier so anschaue, dann kann ich sagen, dass wir viel stärker sein werden - vor allem sofort ab Saisonbeginn stärker", gibt sich Boullier für die neue Saison enorm optimistisch. Vor allem das Zusammenspiel aller Mitarbeiter funktioniere zusehends besser.

"Die Fahrer kennen das Team und das Team kennt die Fahrer. Wir werden ab dem ersten Rennen voll angreifen können", meint der Teamchef. "Vielleicht gelten wir als unbeschriebenes Blatt, aber als solches wäre ich gern immer mit vorne dabei. Wenn wir gut genug sind, dann dürfen wir mit regelmäßigen Podestplätzen rechnen. Und dann dürfen wir auch endlich mit einem Sieg rechnen."

Vor allem ruhen große Hoffnungen auf Robert Kubica. "Er ist ein Diamant. Ein solcher Diamant glänzt aber nur, wenn man ihn poliert", drückt Boullier die Zusammenarbeit mit dem Polen bildlich aus. "Bezüglich Petrow brauchte ich meine Zeit. Er musste erst einmal verstehen, warum ich ihn 2010 so unter Druck gesetzt habe. Ich musste erkennen, dass er mit voller Entschlossenheit dabei ist."

"Er hat diesen Einsatz gezeigt und mich letztlich davon überzeugt, dass er der richtige Mann für uns ist", erklärt Boullier den neuen Zweijahres-Vertrag für den russischen Piloten. "Wenn er so super stark und fehlerlos agieren kann wie in Abu Dhabi oder Budapest, wenn er also so gut konzentriert zu Werke geht, dann liegt eine tolle Saison vor ihm."

Fotoquelle: xpb.cc

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