Jarno Trulli hat 2010 abgehakt und blickt zuversichtlich in die neue Saison

Formel 1 2011

— 18.01.2011

Trulli geht voll motiviert in die neue Saison

Zu viele Ausfälle: Das vergangene Jahr lief für Jarno Trulli schlechter als erwartet - 2011 soll im Team Lotus alles besser werden

Keinen einzigen WM-Punkt gesammelt, bei sieben von 19 Rennen nicht ins Ziel gekommen - die Saison 2010 ist für Jarno Trulli und das Lotus-Team ziemlich enttäuschend verlaufen. An manchen Rennwochenenden machte der Italiener einen recht desillusionierten Eindruck, so dass Beobachter schon einen Mangel an Motivation bei dem 36-Jährigen Routinier ausmachten.

Trulli widerspricht nicht. "Ich gebe zu, dass 2010 schwierig war, aber meine Zuversicht ist jetzt zurückgekehrt", wird der Grand-Prix-Sieger von 'Autosport' zitiert. Der neue Renault-Motor werde Lotus in Kombination mit dem Red-Bull-Getriebe nach vorne bringen. Zudem bereite sich das Team bereits seit Juni 2010 auf die neue Saison vor. Trulli ist hoch motiviert. "Ich bin bereit. Ich freue mich darauf, wieder Rennen zu fahren - und zu kämpfen."

In der Debüt-Saison des Lotus-Teams von Tony Fernandes fanden sich die grün-gelben Autos von Trulli und Teamkollege Heikki Kovalainen stets am hinteren Ende des Feldes wieder, an Positionskämpfe in den Punkterängen war nicht im Traum zu denken. Regelmäßige Zielankünfte in den Top 10 hatte zwar niemand Team erwartet, aber etwas besser hätte es trotzdem laufen können.

2011 soll dafür alles besser werden. Technikchef Mike Gascoyne habe hart gearbeitet, um das Team für die neue Saison optimal vorzubereiten. "Wir wissen, dass wir ein Paket haben, mit dem wir wenigstens im Mittelfeld mitfahren können. Unser Ziel ist es, in jedem Rennen um Punkte zu kämpfen", meint Trulli.

Ungewissheit in Sachen Heckflügel

Während niemand derzeit genau wisse, wo er in der neuen Saison stehen werde, hofft Trulli, die eigenen Erwartungen vielleicht sogar übertreffen zu können. "Das ist in der Vergangenheit schon oft passiert. Ich bin sehr zuversichtlich", sagt der Italiener, der allerdings nicht weiß, was er von den Regeländerungen - wie zum Beispiel den vom Cockpit aus verstellbaren Heckflügel - halten soll.

"Bevor wir darüber urteilen, müssen wir ihn testen. Vielleicht wird er funktionieren. Die Ingenieure arbeiten sich gerade durch die Berechnungen." Womöglich werden die neuen Heckflügel die Strategien der Teams beeinflussen, aber auch diese Annahme basiere bislang ausschließlich auf theoretischen Erwägungen. Dass die Fahrer künftig womöglich noch mehr als bisher im Cockpit selbst verstellen müssen, sei für ihn kein Problem, betont Trulli.

Trulli sieht sich beim "echten" Lotus-Team

Die Wiedereinführung von KERS sei dagegen schon viel eher ein Problem. "Es gibt nur etwa fünf Teams, die KERS einsetzen können. Die anderen haben es nicht. Es könnte also das Feld noch weiter auseinanderziehen als bisher", vermutet Trulli, der auch im Namensstreit der beiden Lotus-Rennställe eindeutig Position bezieht.

Fernandes und Gascoyne hätten bei Null angefangen, was der Lotus-Mentalität entspräche. "Es wäre einfacher gewesen, ein Team zu kaufen, aber das ist nicht das, was Colin Chapman getan hat." Dies sei der Grund, warum dies das echte Team Lotus sei und es von dem anderen Lotus-Team unterscheide. Der Rechtsstreit habe einige Leute im Team sogar motiviert. "Meiner Meinung nach macht es Tony richtig - auch wenn wir wegen des Streits etwas traurig sind, sagt Trulli.

Fotoquelle: xpb.cc

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