Martin Whitmarsh (l.) war es wichtig, dass sich Lewis Hamilton im Winter gut erholt

Formel 1 2011

— 19.01.2011

McLaren: Piloten sollen sich im Winter erholen

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh ist es wichtig, dass seine Fahrer in der Winterpause Abstand zum Formel-1-Zirkus gewinnen

In dieser Saison stehen in der Formel 1 erstmals 20 Grand-Prix-Wochenenden auf dem Programm. Wenn man die vier offiziellen Testfahrten vor dem Saisonstart dazuzählt, sind Fahrer und Teammitglieder von Anfang Februar bis Ende November rund um den Globus im Einsatz. "Wir haben mehr Rennen, verteilt über einen längeren Zeitraum, und sie sind weiter von Europa entfernt", stellte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh im Gespräch mit 'Autosport' fest.

Angesichts des vollgepackten Terminkalenders war es Whitmarsh besonders wichtig, dass seine Fahrer in der Winterpause möglichst viel Abstand zum Formel-1-Zirkus gewinnen. Er habe seinen Mitarbeitern gesagt, dass Jenson Button und Lewis Hamilton sechs Wochen lang in Ruhe gelassen werden und nicht angerufen werden sollten.

"Ich wollte, dass sie sechs Wochen zum Ausruhen, Trainieren, Leben, Reflektieren und zur Vorbereitung haben", sagte der McLaren-Boss. Speziell Hamilton habe eine anstrengende Zeit hinter sich - allen voran durch die Trennung von Vater Anthony, der bis 2009 die Karriere des erfolgreichen Sohns managte. "Er ist immer noch ein sehr junger Mann. Ich denke, dass er seinen Weg als Rennfahrer und im Leben noch findet."

Neuer Fitnesstrainer für Hamilton

Hamilton nutzte die Pause im Anschluss an die vergangene Saison und verbrachte die Weihnachtszeit in den Rocky Mountains bei Colorado. Schneeschuhwandern, Langlauf und Fitnesstraining mit seinem neuen Trainer Antti Vierula standen für den Formel-1-Weltmeister von 2008 auf dem Programm.

Vierula wird Hamilton künftig bei allen 20 Rennen persönlich betreuen. Zudem überwacht Clayton Green das "Human-High-Performance-Programm" im McLaren Technology Centre. "Wir sind davon überzeugt, dass wir das erfahrenste, fähigste und engagierteste Team zusammengestellt haben, um Lewis' Trainingsprogramm zu überwachen", sagte Managing Director Jonathan Neale.

Whitmarsh sieht nach der gegen Red Bull verlorenen Weltmeisterschaft bei allen McLaren-Mitarbeitern Spielraum für Verbesserungen, einschließlich bei sich selbst. Als Team sei man bei der Gestaltung des Frontflügels vielleicht nicht ganz so progressiv gewesen wie andere. "Ich war von einigen Dingen überrascht, aber letztlich beschwere ich mich nicht über das, was andere getan haben. Wenn man die Gelegenheit hat, muss man es selbst versuchen", meinte Whitmarsh.

Fotoquelle: McLaren

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