Kein Barcode mehr: Seit 2010 verzichtet Marlboro auf den Strichcode bei Ferrari

Formel 1 2011

— 20.01.2011

Marlboro bleibt Titelsponsor von Ferrari

Die Tabakmarke Marlboro verlängert ihr Sponsoring bei Ferrari - Neues Teamlogo steht im Einklang mit den internationalen Tabakwerbeverboten

Marlboro wird Ferrari voraussichtlich bis mindestens 2014 als Titelsponsor erhalten bleiben. Dies erfuhr 'Motorsport-Total.com' am Rande des Wrooom-Events in Madonna di Campiglio. Die offizielle Bekanntgabe der Vertragsverlängerung könnte am 28. Januar in Maranello erfolgen, wenn der 2011er-Formel-1-Ferrari (interne Bezeichnung 662) der Weltöffentlichkeit vorgestellt wird.

Dass die Partnerschaft zwischen der Zigarettenmarke und Ferrari eine Fortsetzung findet, ist alles andere als selbstverständlich. In vielen Staaten, darunter die gesamte Europäische Union, darf nicht mehr für Tabakprodukte geworben werden. Das Formel-1-Fahrerlager gilt daher seit Jahren als "rauchfreie" Zone. Zudem musste Ferrari im vergangenen Jahr sein Strichcode-Logo von den Autos entfernen, da die Europäische Gesundheitskommission darin "unterschwellige Werbung" sah.

Das Strichcode-Logo ist Geschichte, seit dem 1. Januar 2011 trägt die Scuderia ein neues, rot-weißes Logo mit dem springenden Pferd zur Schau. "Wir sehen keine Hindernisse für die Verlängerung", sagt ein Sprecher des Tabakkonzerns Philip Morris International, zu dem Marlboro gehört.

Das neue Teamlogo befinde sich im Einklang mit den internationalen Gesetzen und selbst in Staaten, in denen Zigarettenwerbung nach wie vor erlaubt ist - wie beispielsweise Bahrain -, werde es keine direkt sichtbaren Verbindungen zur Tabakmarke geben. Sämtliche Kriterien für eine Vertragsverlängerung seien erfüllt, bestätigt auch ein Ferrari-Sprecher.

"Unsere Beziehung zu Ferrari ist eine echte Partnerschaft, die über 20 Jahre der konstanten, gegenseitigen Unterstützung gewachsen ist - mit Momenten der Freude und der Trauer, Zweifeln und Gewissheiten, aber immer gemeinsam als Team, das sich auf die wesentliche Werte des Sports konzentriert", ergänzt der Philip-Morris-Sprecher.

Für Marlboro macht sich das Sponsoring demnach weniger durch die Präsentation des eigenen Schriftzuges bezahlt, sondern vielmehr durch Erlebnis-Events, wie zum Beispiel Fabrikbesuche, Grand-Prix-Hospitality-Programme und Bildrechten für die Fahrzeuge, das Team und die Fahrer.

Sollte Marlboro als Sponsor wegfallen, hätte dies womöglich maßgeblichen Einfluss auf das Formel-1-Engagement von Ferrari. Angesichts der weltweiten Wirtschaftslage ist ein Sponsorenbudget, wie es die Scuderia von Marlboro erhält - die Rede ist von umgerechnet rund 180 Millionen Euro -, andernorts nur schwer aufzutreiben.

Fotoquelle: xpb.cc

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