Die Audi-Fans werden auch in Zukunft zur DTM oder nach Le Mans gehen

Formel 1 2011

— 21.01.2011

Audi ist auch ohne Formel 1 "sportlich erfolgreich"

Der VW-Konzern soll sich womöglich ab 2013 mit einer Marke als Motorenpartner in der Formel 1 zeigen: Audi-Motorsportchef kein großer Fan

Mit dem neuen Motorenreglement ab 2013 hat man die Tür für neue Hersteller weit aufgestoßen. Vor allem die Volkswagen-Gruppe nahm engagiert an den vorbereitenden Gesprächen teil, zeigte großes Interesse an den neuen Vorgaben. Die Wolfsburger werden bei der Veröffentlichung des Motorenreglements für 2013 zufrieden genickt haben: Es kommt der gewünschte 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo.

Obwohl man den Wünschen von Volkswagen entsprach, lässt ein Formel-1-Bekenntnis aus Wolfsburg weiter auf sich warten. Die große Frage ist ohnehin, mit welcher der verschiedenen Marken man sich engagieren könnte. Porsche-Vorstand Matthias Müller winkte beim Thema Königsklasse unlängst ab. Man werde eher ein Duell gegen Konzernschwester Audi in Le Mans austragen als in der Formel 1 zu fahren.

Aber auch die Ingolstädter scheinen den Schritt in die große Königsklasse nicht ernsthaft in Betracht zu ziehen. Man ist in der DTM und wird dort bleiben, man siegt regelmäßig in Le Mans und möchte auch in Zukunft gern Champagner an der Sarthe verspritzen. "Trotzdem beurteilt Audi regelmäßig die Situation in der Formel 1", gibt sich Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich im 'Donaukurier' aufgeschlossen.

Das Thema Formel 1 ist bei Audi nicht tabu, aber auch nicht gerade auf der Tagesordnung weit oben. Und das hat Gründe. "Nehmen wir doch nur mal die Imagewerte, die jedes Jahr neu ermittelt werden. Da steht Audi in Sparten wie 'Sportlichkeit' und 'sportlich erfolgreich' immer ganz oben - ohne Formel 1 und zum Teil gleichauf mit oder sogar vor Herstellern, die sich in der Formel 1 engagieren", sagt Ullrich.

Klartext: Der Audi-Sportchef sieht keine Verlockung in der Königsklasse. Den Slogan "Vorsprung durch Technik" kann man in Zeiten eines Weltmotors kaum nutzen. "In den vergangenen 15 Jahren war die Formel 1 von diesem Ansatz immer weit weg", so Ullrich. Bezüglich der Kosten hat man hingegen kaum Argumente. Das Le-Mans-Programm plus DTM wird mindestens ebenso viel Geld kosten wie ein Formel-1-Projekt als Motorenpartner.

Fotoquelle: xpb.cc

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