Timo Glock sitzt auch in der neuen Saison in einem Cockpit des Virgin-Rennstalls

Formel 1 2011

— 25.01.2011

Glock über 2010: "Eine gute Erfahrung für mich"

Sportlich war die Saison 2010 nicht unbedingt ein Höhenflug für Timo Glock, doch der Deutsche nimmt das Positive mit ins zweite Virgin-Jahr

Als er beim britischen Virgin-Team unterschrieb, war Timo Glock bereits klar, dass ein schwieriges Jahr vor ihm liegen würde - und so kam es auch. Der neue Formel-1-Rennstall konnte das Tempo der Konkurrenz kaum mitgehen und musste sich darauf beschränken, sich mit den direkten Gegnern um die "goldene Ananas" zu duellieren. Trotzdem hat Glock für eine weitere Saison unterschrieben.

Diese Konstellation habe sich allerdings erst im letzten Abschnitt des Rennjahres ergeben, wie der 28-Jährige bei 'Autosport' erläutert. "Ich hatte einen Vertrag mit dem Team, doch andere Rennställe kamen ebenfalls auf mich zu. Bei den ganzen Schwierigkeiten, die wir hatten, denkt man einfach darüber nach, ob man nicht andere Optionen hat. Da schwang freilich ein bisschen Enttäuschung mit."

Das Hinterherfahren als große Enttäuschung

Die Teamleitung um John Booth und Graeme Lowdon konnte Glock allerdings dazu überreden, noch einmal für Virgin an den Start zu gehen. "Wir sprachen bei den letzten Rennen sehr viel miteinander", meint Glock und merkt an: "Sie nannten einige positive Dinge, welche die Situation etwas beruhigten. Das machte uns allen das Leben leichter. Zum Schluss gab es keine wirkliche Diskussion mehr."

Entsprechend zuversichtlich blickt Glock nach vorne: "Das Team bewegt sich in die richtige Richtung und wir haben nun einige gute Sponsoren an Bord. Alle wollen Erfolg haben und das ist gut so. Genau das braucht das Team. Jetzt müssen wir herausfinden, wie schnell wir nach vorne gelangen können", hält der deutsche Rennfahrer fest. Eine zweite Saison 2010 will Glock auf keinen Fall erleben.

"Wenn du als Fahrer nur gegen ein Team kämpfen kannst, ist das enttäuschend. Im Rennen wirst du dann ein- bis zweimal überrundet und das willst du ganz sicher nicht", erläutert der Virgin-Pilot. "Man schaut mehr in die Spiegel und auf die blauen Flaggen als alles andere. Immerhin waren die beiden Lotus-Piloten eine Messlatte für uns. Ohne sie hätte ich mein Potenzial kaum aufzeigen können."

Glock geht gestärkt aus 2010 hervor

Gerade durch die Konkurrenz von HRT und Lotus war es Glock aber möglich, immer wieder einige Glanzlichter zu setzen - zum Beispiel auf nasser Strecke zeigte der Deutsche seinen direkten Rivalen meist den Heckflügel. Trotzdem hatte Glock kein leichtes Spiel: "Gegen Ende der Saison war es ziemlich hart. Ich hatte nicht erwartet, dass wir derart viele technische Probleme haben würden."

"Insgesamt bin ich enttäuscht von unserem Tempo, obwohl wir zu Saisonbeginn einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht hatten. Unsere Lage besserte sich, doch dass wir so weit weg sein würden, hätte ich nicht gedacht. Es war aber eine gute Erfahrung für mich, dieses Team aufzubauen. Wir befinden uns jetzt in einer viel stärkeren Position als noch vor einem Jahr", meint Glock.

"Unterm Strich braucht man aber einfach ein Auto, das schnell genug ist, um voranzukommen. Genau darum geht es uns in diesem Jahr", gibt der 28-Jährige zu Protokoll. "Über den Winter findet man aber nicht einfach so drei Sekunden, denn das ist unmöglich. Wir müssen realistisch sein und einen Weg finden, näher an Toro Rosso und all die anderen Jungs heranzukommen. Das muss das Ziel sein."

Fotoquelle: xpb.cc

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