Südafrika würde sich gern wieder in die weltweite Formel-1-Auslage stellen

Formel 1 2011

— 26.01.2011

Kapstadt: Drei Streckenvorschläge für Ecclestone

Kapstadt will Bernie Ecclestone gleich drei Grand-Prix-Pläne zur Auswahl geben - "African Riviera" vorgstellt: Straßenkurs rund um das WM-Stadion

Die Formel 1 ist die angeblich größte Motorsportbühne, dennoch ist die Weltmeisterschaft seit Jahren nicht auf allen Kontinenten vertreten. Europa, Asien, Australien, Nord- und Südamerika haben jeweils mindestens einen Grand Prix, Afrika wird seit dem Abschied aus Kyalami 1993 gemieden. Bernie Ecclestone will mit seinem Zirkus allerdings auf allen Kontinenten (mit Ausnahme Antarktis) vertreten sein.

So gesehen kommt dem Briten das enorme Bemühen um einen zukünftigen Grand Prix in Südafrika entgegen. Ecclestone wartet derzeit einfach ab, was ihm die örtlichen Organisatoren anbieten können. Neben einem Projekt in Durban, sind vor allem die Vorhaben in Kapstadt in intensiver Planung. Die traumhafte Stadt am Fuße des Tafelbergs will dem Formel-1-Boss gleich drei Möglichkeiten für einen Grand Prix vorstellen.

Seit vielen Jahren fertigt man in Kapstadt Pläne und Machbarkeitsstudien an, prüft die möglichen Auswirkungen eines Grand Prix auf die hiesige Wirtschaft. Die örtlichen "Hausaufgaben" hat das Unternehmen Grand Prix Bid Company (GPBC) in die Hand genommen. Gründer Igshaan Amlay soll seine Vorhaben noch vor dem Saisonstart 2011 bei einem Besuch in London vorstellen dürfen.

Favorisert wird offenbar der Plan für einen Straßenkurs rund um das WM-Stadion von Kapstadt herum. "Der Stadtteil Green Point ist ideal, wenn man dem Vorbild Monaco ähneln möchte", sagt GPBC-Sprecherin Esther Henderson in der Zeitung 'Cape Argus'. Man könne vor allen am Küstenabschnitt in Green Point herrliche Kulissen für die Formel 1 bieten. "Wenn die Gegend um Monaco als französische Riviera gilt, dann haben wir die afrikanische Riviera in Kapstadt."

Zwölf Jahre lang hat man sich alle erdenklichen Varianten für ein solches Projekt vor Augen geführt. Nun ist man soweit, plant die erste Auflage für September 2013 - Zustimmung von Ecclestone vorausgesetzt. Der 5,3 Kilometer lange Kurs würde beim Auf- und Abbau erheblich Kosten verursachen, aber man ist sich der Unetrstützung von Behörden, Vereinen und auch einiger potenzieller Investoren gewiss. "Eine sexy Location", so bringt es Henderson auf den Punkt.

"Die Kosten für den Aufbau der Strecke wären enorm", mahnt Tourismuschef Alan Winde. "Zwar stören wir vielleicht einige Tage lang unsere Einwohner etwas, aber das passiert beim Radsportevent Argus-Tour auch. Für die Stadt wäre es ein tolles Projekt. Es gibt also nun diese Monaco-ähnliche Strecke, dann einen Vorschlag nahe dem Flughafen und ein Projekt in Atlantis - rund 50 Kilometer nördlich von Kapstadt."

"Der Neubau einer Strecke würde vier Milliarden Rand (umgerechnet rund 400 Millionen Euro) kosten, die Umrüstung bestehender Infrastruktur auf FIA-Standard nur 100 Millionen Rand (etwa zehn Millionen Euro)", rechnet Henderson vor. "Natürlich kostet auch der Straßenkurs viel Geld", gibt die Südafrikanerin zu. "Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir das Rennen gern im September hätten, denn dann ist es recht ruhig in Kapstadt."

Die Wahl des möglichen Austragungsmonats dürfte auch einen strategischen Hintergrund haben. Im September beginnt die Formel 1 traditionell mit dem Asien-Trip. Zwischen Monza und Singapur könnte sich ein Zwischenhalt in Südafrika durchaus anbieten. Erst recht dann, wenn Spa-Francorchamps tatsächlich aus dem Kalender fliegt und der Monza-Grand-Prix den Belgien-Termin übernimmt. Dann wäre für den Afrika-Abstecher ausreichend Zeit.

Fotoquelle: xpb.cc

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