Endlich Stammfahrer in der Formel 1: Paul di Resta ist am Ziel

Formel 1 2011

— 26.01.2011

Di Resta: Endlich in der Königsklasse angekommen

Paul di Resta hat sein Ziel erreicht: 2011 bekommt er bei Force India ein Stammcockpit in der Formel 1 - Nun will er diese Chance nutzen

Es war eigentlich schon lange kein Geheimnis mehr, aber nun ist es auch offiziell: Der amtierende DTM-Champion Paul di Resta wird Stammpilot in der Formel 1. Force India hat ihn heute als zweiten Fahrer neben Adrian Sutil bestätigt. Damit hat der Schotte das Ziel erreicht, auf das er seit Jahren hin arbeitet.

Obwohl er erst 24 Jahre alt ist, hat der Cousin von Dario Franchitti schon einiges erreicht. Er war Champion in der Formel-3-Euroserie und versetzte die DTM schon in seinem Rookiejahr 2007 im Zweijahreswagen in Staunen. Er gehörte im Mercedes zu den Toppiloten der Tourenwagenserie und sicherte sich dort 2010 den Meistertitel. Doch di Resta, der nicht nur schnell, sondern auch mental unheimlich stark ist, wollte immer schon die Formel 1. Ein erster Schritt dorthin gelang ihm 2010, als er Test- und Ersatzfahrer bei Force India wurde. Nun folgt der Wechsel ins Stammcockpit.

Frage: "Paul, du bist jetzt ein Vollzeit-Formel-1-Pilot. Was denkst du vor deinem Formel-1-Debüt?"
Paul di Resta: "Natürlich freue ich mich riesig, dass ich in diesem Jahr mein Renndebüt geben werde. Es war schon lange mein Ziel, Formel-1-Fahrer zu werden. Das wollte ich schon werden, als ich zum ersten Mal in ein Kart gestiegen bin. Und es fühlt sich wunderbar an, dass es nun endlich Realität geworden ist. Ich habe in meiner Karriere hart dafür gearbeitet, diese Chance zu bekommen. Und es ist aufregend, dass ich diese Chance bei Force India bekomme, einem jungen Team, das genauso ehrgeizig ist wie ich. Ich kann es kaum erwarten, in Bahrain in der Startaufstellung zu stehen, es kann gar nicht schnell genug gehen bis dahin!"

Frage: "Wie hast du dich auf deine erste Saison vorbereitet?"
Di Resta: "Ich habe an meiner Fitness gearbeitet, um für die Rennen vollkommen fit zu sein. Und vor dem Testprogramm werde ich einige Sessions im Simulator fahren. Wir werden recht kurzfristig entscheiden, an welchen Tagen ich zum Einsatz komme, aber ich sollte bei jedem Test im Auto sitzen, damit das Team und ich möglichst viele Informationen über das neue Auto und sein Verhalten haben. Ich habe außerdem auch so viel Zeit wie möglich in der Fabrik verbracht. Obwohl ich das Team schon aus der vergangenen Saison gut kenne, werde ich diese Beziehungen noch vertiefen, damit wir als Team optimal zusammenarbeiten."

Frage: "Du warst vorher Testfahrer. Was denkst du, kannst du aus dieser Erfahrung mitnehmen?"
Di Resta: "Ich kenne das Team sehr gut. Und wenn man versteht, wie die Leute arbeiten und wie die Systeme und Prozesse ablaufen, dann hat man einen echten Vorteil. Denn dann muss man sich nur noch verbessern, anstatt ganz bei Null anzufangen. Zudem kenne ich einige der Strecken von meinen Freitagseinsätzen. Von daher werde ich an diesen Rennwochenenden schneller und einfacher auf Tempo kommen. Das ist die ideale Ausgangslage, wenn man sein Renndebüt gibt."

Frage: "Auf welche Strecken freust du dich in diesem Jahr besonders? Wieviel Erfahrung hast du auf manchen von ihnen?"
Di Resta: "Silverstone wird natürlich etwas ganz Besonderes, da das mein Heim-Grand-Prix ist. Im vergangenen Jahr hatte ich das Glück, dort das Freitagstraining zu fahren und als Erster auf die Strecke zu gehen, so konnte ich den Jubel der Fans hören. Die Stimmung war super, deshalb freue ich mich auf dieses Rennen besonders. Aber alle Strecken sind in gewissem Maße etwas Besonderes - Monza hat seine Geschichte, Belgien diese unglaubliche Strecke und Singapur die Lichter. Es geht wirklich darum, dass ich jede Chance, die sich mir auf und neben der Strecke bietet, nutze."

Frage: "Du bist in diesem Jahr der dritte britische Fahrer im Feld, aber du reihst dich auch in eine Reihe der berühmtesten Namen im britischen und schottischen Motorsport ein. Wie fühlt sich sich an, auf diese Stufe hoch zu steigen?"
Di Resta: "Großbritannien hat in den vergangenen Jahren einige tolle Fahrer hervorgebracht, und Lewis und Jenson stechen da in jüngster Zeit als aufeinander folgende Weltmeister wirklich hervor. Es ist etwas Besonderes, gegen sie anzutreten. Und in Fußstapfen von anderen großartigen Namen - zum Beispiel Jackie Stewart und Jim Clark - zu treten, ist eine große Ehre für mich. Und ich hoffe, dass ich ihren Leistungen gerecht werde."

Frage: "Was sind deine Ziele für die anstehende Saison?"
Di Resta: "Zunächst muss ich von Grund auf lernen und eine solide Basis schaffen. Die Strecken kennen lernen, das Auto verstehen und die Informationen einholen, die jeder braucht, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, die wir uns selbst gesteckt haben. Damit das gelingt, müssen wir so viele Rennen wie möglich beenden - und sicherstellen, dass wir sie in den Punkten beenden."

Frage: "Hat dir jemand aus deiner Familie oder sonst jemand Ratschläge gegeben?"
Di Resta: "Sie freuen sich alle so sehr, dass ich diese Chance bekomme. Aber keiner hat mir gesagt, was ich tun oder nicht tun soll. Doch ich weiß: Falls ich Rat oder Hilfe brauche, muss ich nur fragen. Vor allem mein Vater hat genauso hart wie ich dafür gearbeitet, damit dies möglich wird. Und ich werde sehr stolz sein, wenn ich sein Lächeln sehe, wenn wir in Bahrain in der Startaufstellung stehe."

Frage: "Wirst du in diesem Jahr so wie in der vergangenen Saison auch noch in anderen Serien fahren oder wirst du dich nur auf die Formel 1 konzentrieren?"
Di Resta: "Die Formel 1 ist meine einzige Serie in diesem Jahr. 20 Rennen im Kalender lassen nicht viel Zeit, um noch irgendwo anders zu fahren! Ich habe lange darauf gewartet, diese Chance zu bekommen. Und nun werde ich alles dafür geben, dass ich so erfolgreich wie möglich sein kann."

Frage: "Du hast zwei sehr schnelle Teamkollegen, die beide Rennerfahrung in der Formel 1 haben. Wie denkst du, könnt ihr voneinander profitieren?"
Di Resta: "Es ist ein Vorteil, wenn man zwei Teamkollegen hat, die schon in der Formel 1 gefahren sind, da sie die Strecken und das Geschäft kennen und wissen, wie man mit gewissen Situationen umgehen muss. Gleichzeitig hoffe ich, dass ich etwas Erfahrung von meinen Einsätzen im vergangenen Jahr mit einbringen kann, das, was ich über das Team weiß und eine andere Blickweise auf manche Dinge. Ich denke, dass wir uns gegenseitig ergänzen werden."

Fotoquelle: Force India

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