Martin Whitmarsh hofft auf eine ähnlich "ruhige" Saison wie im vergangenen Jahr

Formel 1 2011

— 27.01.2011

Whitmarsh plädiert für ein solides Miteinander

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh sieht keinen Grund darin, FOTA-Themen an die Öffentlichkeit zu tragen - Wichtige Aufgaben warten auf die Formel 1

Schon seit geraumer Zeit machen Gerüchte die Runde, die Weltmeister von Red Bull hätten das Resources Restriction Agreement (RRA) der Rennställe in der Teamvereinigung (FOTA) gebrochen und sich auf diese Weise einen Vorteil verschafft. Von dergleichen Spekulationen lässt sich Martin Whitmarsh aber nicht beeindrucken. Der Vorsitzende der FOTA sieht aktuell wichtigere Themen.

"Ich denke, in der FOTA ist sicher jeder bewusst, dass wir einige Aufgaben zu bewältigen haben", sagt der McLaren-Teamchef gegenüber 'Crash.net'. "Wir müssen nämlich sicherstellen, dass wir erneut eine so großartige Saison bieten können wie 2010. Wir müssen den Sport weiter aufbauen, das Business entwickeln und für umweltfreundliche sowie für wirtschaftliche Nachhaltigkeit sorgen."

"Wir sollten uns eher auf diese grundlegenden Themen konzentrieren als uns in Dingen ergehen, die von den Medien in gewisser Weise aufgebauscht werden", meint Whitmarsh im Hinblick auf die RRA-Debatte um Red Bull. "Die FOTA hat schon viel erreicht. Wir haben halt einen Raum voller sehr konkurrenzfähiger Einzelpersonen und manche davon reden halt gerne außerhalb dieser vier Wände."

"Ich werde mit meinen Kollegen darüber sprechen, denn es ist wohl das Beste, wir behalten unsere Überlegungen für uns. Tatsache ist: Wir haben ein RRA und wir diskutieren gerade darüber, wie wir damit umgehen wollen. Das sind aber nur Details. Wir konnten damit schon eine Menge umsetzen, doch vor uns liegen noch andere Herausforderungen. Vor uns liegt die längste Saison aller Zeiten."

"Und das gleich in dreifacher Hinsicht", stellt der britische Teamfunktionär heraus. "Wir haben 20 Rennen, der Kalender an sich verschlingt einen längeren Zeitraum und wir haben immer mehr Grands Prix außerhalb von Europa zu bewältigen. Das bedeutet: Wir reisen sehr viel herum. Das stellt besonders die Mechaniker, die Ingenieure, die Techniker und das gesamte Team auf die Probe."

"Wir kämpften uns aber schon 2010 durch ein ähnliches Szenario. Ich denke, am Saisonende war die Erleichterung groß", sagt Whitmarsh und fügt hinzu: "Es war ein großartiges Rennjahr und wir werden noch weitere großartige Rennjahre haben. Meiner Meinung nach war 2010 die am wenigsten politisch geprägte Saison in der Geschichte der Formel 1. So etwas kann ich aber nicht erneut versprechen."

"Wir werden jedenfalls weiterhin alles versuchen, um tapfere junge Männer in die fortschrittlichsten Autos der Welt zu setzen und spannende Rennen auszutragen", kündigt Whitmarsh an. "Darum sollte es in der Formel 1 gehen - nicht um die Polemik im Fahrerlager. Wir müssen einfach erkennen, dass wir im Entertainment-Business sind - mit einem fantastischen Sport, der neue Märkte erschließen muss."

Fotoquelle: xpb.cc

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