Bernie Ecclestone tritt in den Melbourne-Debatten nicht gerade als Vermittler auf

Formel 1 2011

— 28.01.2011

Melbourne-Millionen: Ecclestone hat seine Freude

Am Streit zwischen Melbournes Bürgermeister und dem australischen Grand-Prix-Veranstalter hat Bernie Ecclestone seine helle Freude: Klingelt die Kasse?

Der Grand Prix von Australien ist seit 1985 eine feste Station im Formel-1-Kalender. Anfangs fuhr man in den Straßen von Adelaide, 1996 siedelte man in den Albert Park von Melbourne um. Spätestens seit diesem Ortswechsel gehören die lautstarken Diskussionen um finanzielle Schwierigkeiten zur Tagesordnung. Immer wieder stellt man im australischen Bundesstaat Victoria die Frage: Wie lange können wir uns die Formel 1 noch leisten?

Bislang hat sich Promoter Ron Walker immer gegen die Kritiker durchsetzen können. Zuletzt hatte sich Melbournes Bürgermeister Robert Doyle zu Wort gemeldet und die Zukunft des Grand Prix in Frage gestellt. Doyle hatte seine Zweifel am Finanzierungskonzept deutlich dargestellt. "Man zahlt im Voraus und bekommt die Vorauszahlung früher oder später in vielfacher Höhe in Form von Gewinnen wieder zurück. Aber 70 Millionen Dollar?"

Der Melbourne-Vertrag mit Bernie Ecclestone läuft eigentlich noch bis 2015. Doyle geht davon aus, dass der nach seiner Ansicht "schrullige" Ecclestone den Kontrakt ohnehin nicht verlängern will. "Wenn er meint, ich sei schrullig, dann will ich ihm das gern beweisen. Wenn er mit der Formel 1 in Australien nicht glücklich ist, er den Vertrag vorzeitig auflösen möchte, dann können wir gern darüber reden", poltert der Formel-1-Boss gegenüber '3AW'.

Aus Sicht von Ecclestone ist die anhaltende Debatte in Melbourne äußerst dankbar. Es gibt derzeit genügend Austragungsorte auf dieser Welt, die einen Grand Prix mit Kusshand nehmen und viel dafür zahlen würden. Eine vorzeitige Vertragsauflösung in Melbourne würde sich Ecclestone zusätzlich bezahlen lassen, denn die Australier müssen sich aus dem gültigen Vertrag herauskaufen. "Wir bleiben nicht ewig dort, sind dort schon verdammt lange zu Gast", droht Ecclestone für die Zeit nach 2015 schon jetzt.

Fotoquelle: xpb.cc

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