Die Aerodynamik der Ferrari-Rennwagen entsteht zum Teil im Toyota-Windkanal

Formel 1 2011

— 29.01.2011

Ferrari: Der Toyota-Windkanal als Hightech-Hilfe

Das Ferrari-Team greift bei der Entwicklung auch auf den Windkanal von Toyota zurück - Teamchef Stefano Domenicali kritisiert Aero-Fokussierung

In den vergangenen Jahren wurde die Aerodynamik in der Formel 1 zwar etwas beschnitten, doch dieser Bereich der Fahrzeugentwicklung spielt noch immer eine wesentliche Rolle. Die Rennställe der "Königsklasse" verbringen aus diesem Grund viel Zeit im Windkanal, um das Design ihrer Autos zu verbessern - nur das Virgin-Team bildet in diesem Zusammenhang eine Formel-1-Ausnahme.

Während sich die britischen Neulinge vollkommen auf ihre Computerdaten verlassen, greift Ferrari auf die bewährten Windkanal-Methoden zurück. Unendlich viel Zeit hat man dafür allerdings nicht mehr - auch dieser Entwicklungszweig wurde zuletzt in immer noch engere Schranken verwiesen. Wie Aldo Costa, der Technische Direktor von Ferrari, erläutert, sind die Teams an gewisse Regeln gebunden.

"Es gibt einige Beschränkungen der FOTA, was die Anzahl der Leute und die Anzahl der Stunden im Windkanal angeht", sagt der Italiener und merkt an: "Das gilt auch für die Rechenleistung der Server, die wir für unsere CFD-Simulationen einsetzen. Es hängt vom Team ab, wie wir das Geld verwenden, in welchen Bereichen wir unsere Leute beschäftigen und welche Forschungen wir betreiben."

"Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, dass wir uns auf die Verwendung des Windkanals konzentrieren wollen. Ein Windkanal ist aber nicht genug", meint der Technische Leiter der Scuderia. "Wir brauchen einen Windkanal und ein bisschen mehr, um unsere Arbeit zu verrichten." Man habe sich nach einer zusätzlichen Anlage umgesehen und sei schließlich bei Toyota fündig geworden.

Die Einrichtungen des ehemaligen Formel-1-Rennstalls erlauben es Ferrari, die eigene Entwicklung unter optimalen Vorraussetzungen zu ergänzen. "Der Toyota-Windkanal ist auf dem neuesten Stand. Deswegen haben wir ihn ausgewählt", gibt Costa zu Protokoll. Teamchef Stefano Domenicali könnte sich indes gut damit arrangieren, wenn gerade dieser Bereich ein wenig zurückgefahren würde.

"Wir sollten einmal darüber diskutieren, ob der Fokus nicht zu sehr auf der Aerodynamik liegt", sagt der Italiener. "Die Aerodynamik wirkt sich enorm auf die Leistung aus, was im Widerspruch zu den Anforderungen der GT-Autos steht. Andererseits sind wir natürlich gezwungen, in den Bereichen weiterzuentwickeln, die sich auf die sportlichen Leistungen auswirken", hält Domenicali fest.

Fotoquelle: Ferrari

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