Davide Rigon beschäftigt sich ab sofort intensiv mit dem Ferrari-F150-Simulator

Formel 1 2011

— 30.01.2011

Rigon wird Ferrari-Testfahrer im Simulator

Der italienische Rennfahrer Davide Rigon widmet sich ab sofort der Entwicklung des neuen Ferrari F150 im Simulator des Formel-1-Traditionsteams

Neuerung bei Ferrari: Der italienische Rennstall hat in Davide Rigon einen Testfahrer unter Vertrag genommen, der sich in den kommenden Wochen und Monaten ausschlielich theoretisch an der Entwicklung des neuen F150 beteiligen wird - im Simulator. Der 24-Jhrige soll Ferrari beim Kampf um die Formel-1-Titel 2011 tatkrftig untersttzen und neue Anstze erst einmal virtuell erproben.

Dies berichten unsere Kollegen von '422race.com'. "In diesem Jahre zeichne ich fr die Entwicklung des F150 im Simulator verantwortlich", erlutert Rigon. "Ich hatte bereits die Chance, das Auto zu testen und das war richtig beeindruckend. Aufgrund des Testverbots wird diese Art von Arbeit immer wichtiger fr die Teams. Ich werde sicherlich nicht ber zu wenig Beschftigung klagen knnen."

Eine "echte" Ausfahrt ist vorerst aber nicht geplant. "Da wrde natrlich ein Traum wahr werden, doch soweit sind wir noch nicht", meint der Italiener und fgt hinzu: "Ich konzentriere mich voll und ganz auf die Entwicklung des F150. Die Ingenieure haben es bereits bei der Prsentation gesagt: Das Auto, das letztendlich in Bahrain am Start steht, wird sich vllig von dieser ersten Version unterscheiden."

"Vor uns liegt also einiges an Arbeit", gibt Rigon zu Protokoll. Der zweimalige Superleague-Champion mchte versuchen, sich ber die Simulator-Arbeit bei Ferrari fr hhere Aufgaben zu empfehlen, wo es in der modernen Formel 1 doch nur noch begrenzte Testfahrten gibt. "Ich kann nicht verstehen, wie ein Fahrer einer so konkurrenzfhigen Meisterschaft beitreten kann, ohne vorher getestet zu haben."

"Wir brauchen Probeeinheiten fr Neulinge, die in die Formel 1 aufsteigen wollen", sagt Rigon. Der 24-Jhrige denkt an Extrasessions im Rahmen eines Grand Prix'. "Das wre eine gute Mglichkeit, die Stammpiloten unter Druck zu setzen und dem Team dabei zu helfen, ntzliche Daten fr den Rest des Wochenendes zu sammeln", findet Rigon. "Alle wrden dann auf dem gleichen Niveau beginnen."

Auch den Teams wrde sich dadurch eine interessante Perspektive bieten, meint der Testpilot. "Die Rennstlle knnten sich ihre besten Fahrer aussuchen und diese dann in die Cockpits setzen", sagt Rigon. Dadurch wre auch eine Art "Qualittssicherung" in der Formel 1 gewhrleistet, fgt der langjhrige Formelpilot hinzu. Nur im Rahmen der Freitagstests seien gute Fahrer aufgestiegen.

Eben solche Trainingsmglichkeiten gibt es aber schon seit geraumer Zeit nicht mehr - was laut Rigon durchaus weitreichende Konsequenzen hat: "In den vergangenen Jahren gab es tendenziell mehr Bezahlfahrer, die sich allerdings nicht fr eine weitere Saison empfehlen konnten. Fr das Niveau in der Startaufstellung ist diese Entwicklung natrlich nicht besonders toll", sagt der Ferrari-Tester.

Fotoquelle: GP2/LAT

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