Sebastian Vettel dreht heute seine ersten Runden mit dem neuen RB7

Formel 1 2011

— 01.02.2011

Vettels stolze Erinnerungen und neue Aufgaben

Nach der Winterpause ist Sebastian Vettel gerüstet für die Titelverteidigung - Neue Variablen sorgen noch bei ihm noch für Fragezeichen: KERS, Heckflügel, Reifen

Die Mission Titelverteidigung ist eingeläutet. Weltmeister Sebastian Vettel und sein Red-Bull-Teamkollege Mark Webber haben heute in Valencia ihren neuen Renner enthüllt, den RB7. Rund drei Monate ist es her, dass Vettel in Abu Dhabi eine für ihn turbulente Saison als Weltmeister beendet hat. Jetzt steht für den Heppenheimer eine neue Herausforderung an - die WM-Krone zu verteidigen.

"Es fühlt sich immer noch mindestens so gut an wie damals, als ich in Abu Dhabi über die Ziellinie gefahren bin", sagt Vettel über den Titelgewinn. "Damals war es für mich recht schwierig, wirklich zu realisieren, was passiert ist. Aber an Weihnachten hatte ich ein paar Tage für mich und da ist es mir so richtig klar geworden."

"Aber als Sportler blickt man immer nach vorn", betont Vettel. "Dieser Prozess geht recht schnell, wenn man Woche um Woche Rennen fährt." Nach dem Titelgewinn habe es etwas länger gedauert, bis die Konzentration wieder auf die Zukunft gerichtet wurde, "aber jetzt haben wir 2010 hinter uns gelassen. Wir erinnern uns sehr stolz daran, aber jetzt haben wir 2011 und wir haben eine neue Aufgabe zu erledigen. Also stellen wir uns der nächsten Herausforderung. Und die lautet, dasselbe noch einmal zu versuchen."

Wie sich in dieser Saison der Einsatz von KERS und verstellbaren Heckflügeln auswirken wird, kann Vettel noch nicht so recht beurteilen. "KERS kennen wir schon, den Effekt haben wir 2009 schon gesehen. Aber der verstellbare Heckflügel ist ein bisschen eine Unbekannte. Noch nie ist jemand das Auto mit so einem Flügel gefahren, und es ist schwer zu sagen, wie es funktioniert: Wird Überholen gerade so möglich sein, was ich denke, dass der Plan ist. Oder wird Überholen ganz einfach und damit künstlich, was keiner haben möchte", sagt er.

Beim Thema KERS sei noch die große Frage, wie gut und effizient das Red-Bull-System ist. "Nicht nur in Sachen Performance, sondern wie schnell es die Batterien beim Bremsen wieder auflädt und wie sehr es sich auf das Auto auswirkt, wenn man es einsetzt", so Vettel. "Die Teams, die es 2009 schon hatten, haben natürlich einen kleinen Vorteil. Aber wir müssen einfach hart daran arbeiten."

"Letzten Endes ist es nur eine Variable, und es gibt immer Variablen", sagt er über KERS. Zu diesen Variablen gehören in dieser Saison auch die neuen Reifen von Pirelli: "Wir müssen auch sehen, wie wir damit zurecht kommen. Da muss man sich anpassen und versuchen, dass der Fahrstil zum Auto passt. Das ist jedes Jahr so und damit müssen wir umgehen. Das ist gut, das sorgt definitiv dafür, dass man beschäftigt ist."

Mit all diesen Arbeiten fangen Vettel und Red Bull heute an, am ersten Testtag mit dem neuen RB7 in Valencia. Und dann kann es der Weltmeister kaum erwarten, in die neue Saison zu starten. "Ende des vergangenen Jahres war ich sehr müde und habe eine Pause gebraucht. Aber die hatte ich jetzt und nun freue ich mich wieder darauf", sagt er. "Wisst ihr, ich dachte, der Pokal den ich vergangenes Jahr in Monaco bekommen habe... ich dachte dass jeder seinen eigenen bekommt. Aber so ist es nicht, man muss ihn zurückgeben. Also muss ich dieses Jahr wirklich Gas geben, damit er bei mir zu Hause bleibt."

Fotoquelle: xpb.cc

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