Mark Webber wirkt zum Auftakt der neuen Testsaison kampfeslustig

Formel 1 2011

— 01.02.2011

Nächster Anlauf: Webber lässt den Kopf nicht hängen

Mark Webber präsentiert sich beim Testauftakt kampfeslustig und will 2011 einen weiteren Anlauf auf den Gewinn des WM-Titels starten

Lange Zeit sah Mark Webber 2010 wie derjenige Red-Bull-Pilot aus, der am Ende die größeren Titelchancen haben würde, doch letztendlich krönte sich doch Sebastian Vettel zum ersten Formel-1-Champion des österreichischen Unternehmens. Ungeachtet dessen präsentiert sich Webber beim Testauftakt in Valencia in kämpferischer Stimmung.

Obwohl am Saisonende einiges gegen ihn lief und Vettels teaminterne Position als Nummer eins der Herzen wohl kaum gelitten hat, steckt der Australier nicht den Kopf in den Sand, sondern bereitet sich auf den nächsten Anlauf vor: "Ich habe eine großartige Gelegenheit und ein großartiges Team um mich herum. Ich werde einfach loslegen und versuchen, mich im Vergleich zum Vorjahr zu verbessern", so Webber am Rande der Präsentation des neuen RB7.

"Es gibt eine ganze Menge, was ich im Vorjahr richtig gemacht habe, und es gab einige sehr stolze Momente", verweist er zum Beispiel auf seinen Sieg beim Klassiker in Monte Carlo. "Wir wissen aber nicht, wie diese Saison beginnen wird, denn es gibt einige starke Konkurrenten. Allerdings sind wir optimistisch, dass das Auto sehr, sehr gut sein wird und dass die Jungs wieder einen sehr, sehr guten Job gemacht haben."

Er werde sein Bestes geben, verspricht Webber - und vor allem besser in die Saison starten als 2010, als er zum Beispiel sein Heimrennen in Melbourne völlig verpatzte: "Ich habe die Saison nicht gut begonnen, aber 80 Prozent der Saison danach waren gut. Ich werde daher versuchen, dies und jenes zu verbessern." Vor allem ist er diesmal auch verletzungsfrei, was er während der letzten vier Rennen des vergangenen Jahres wegen seiner verheimlichten Schulterfraktur nicht war.

"Das Team hat unglaublich hart gearbeitet und es gibt für alles ein erstes Mal, aber die Motivation ist sicher kein Problem", unterstreicht der 34-Jährige. "Es macht mir Spaß, die Pläne anderer Leute zu durchkreuzen - genau darum geht es in einem Wettbewerb. Wir müssen es erneut versuchen und vor uns liegt ein gewaltiger Kampf, aber wir wissen, dass wir die richtigen Leute und die Kontinuität haben, um sehr stark zu kämpfen."

"Ich genieße es, wenn der Monitor zum Cockpit runtergelassen wird. Die Rennwochenenden machen generell Spaß, aber ich bin jetzt schon lange in der Formel 1 und finde es auch faszinierend, die Entstehung eines neuen Autos mitzuverfolgen", sagt Webber anlässlich der Präsentation seines neuen Boliden. "In so kurzer Zeit wird so präzise an so einem Auto gearbeitet, aber in den nächsten Wochen müssen wir noch hart arbeiten."

Red Bull hat noch genau 15 Testtage lang Zeit - etwas mehr als im Vorjahr -, um dem RB7 den letzten Feinschliff zu verpassen. Webber: "Das Aufregende ist nun, uns so gut wie möglich auf das erste Rennen vorzubereiten. Wir werden konstant weiterkommen und sehr, sehr aggressiv weiterentwickeln, was die Zuverlässigkeit und die Performance und das Verstehen von unterschiedlichen Situationen angeht", gibt er zu Protokoll.

Ein Nachteil für Webber könnte sein, dass er um gut zehn Kilogramm schwerer ist als Vettel, denn mit dem Comeback des Hybridsystems KERS haben die schweren Piloten wieder weniger Ballast zur Verfügung, um die Gewichtsverteilung zu optimieren. "Natürlich wäre ich gerne leichter, aber Adrian (Newey, Chefdesigner; Anm. d. Red.) hat da einen guten Job gemacht. Was das angeht, bin ich optimistisch", relativiert der Mann mit der Startnummer zwei.

Fotoquelle: Red Bull

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