So gut trainiert wie im vergangenen Winter hat Lewis Hamilton noch nie

Formel 1 2011

— 03.02.2011

Lebensfroher Hamilton so fit wie noch nie

Fit und fröhlich wie noch nie geht Lewis Hamilton in die neue Saison: "Es läuft in meinem Leben jetzt viel besser und ich fühle mich auch besser"

Auch wenn die vergangenen beiden Jahre sportlich nicht nach Wunsch für ihn gelaufen sind, merkte man Lewis Hamilton doch immer die Freude am Rennfahren an. Zum Beispiel im Regenchaos von Yeongam, als er noch unbedingt weiterfahren wollte, als sich Sebastian Vettel schon über kritische Sichtverhältnisse beschwerte, oder beim Testauftakt in Valencia, als er den ersten Tritt aufs Gaspedal über Boxenfunk mit einem lautstarken "Wooo-hoo" zelebrierte.

Glücklich sein, ohne Erfolg zu haben, das ist eine Kunst, die die wenigsten Formel-1-Piloten beherrschen. Aber Hamilton wirkt im Moment zumindest nach außen sehr ausgeglichen, wenn er sagt: "Es läuft in meinem Leben jetzt viel besser und ich fühle mich auch besser. Ich kann mich jetzt mit noch mehr Energie auf das Siegen konzentrieren als früher. Das fühlt sich großartig an. Es ist toll hier zu sein und ich bin in meinem Leben glücklich."

Besser trainiert als je zuvor

"Aber ich denke, dass ich eigentlich jedes Jahr gleich angehe. Doch manchmal läuft dein Training nicht so gut oder du bist ausgelaugt von den vielen Auftritten, die du hast, oder gewissen Dingen, die du machst", philosophiert er. "In diesem Jahr war es viel klarer und das Training war wesentlich produktiver und effizienter. Ich habe auch beim Auto ein wesentlich besseres Gefühl und ich will es immer mehr. Man kann es nie genug wollen!"

Hamilton hat in den vergangenen Monaten sein Privatleben sortiert, sich wieder mit (inzwischen Langzeit-)Freundin Nicole Scherzinger zusammengerauft und den Streit mit Vater Anthony beigelegt. Den Frust über den verlorenen WM-Titel baute er beim Höhentraining in Colorado ab, das seine Fans via Twitter aus erster Hand mitverfolgen konnten. Man hat derzeit einfach den Eindruck: Hamilton ist lockerer, als er früher war.

Und eigenen Angaben nach auch so fit wie noch nie: "In den vergangenen beiden Jahren bin ich in die französischen Berge gefahren. Ich liebe es, in den Bergen zu sein. Ich liebe den Schnee und es ist toll, dort mit der Familie zusammen zu sein - weiße Weihnachten und all das. Das ist der Grund, warum ich in die Berge wollte", sagt der 26-Jährige. Warum er sich ausgerechnet für Colorado entschieden hat? Vielleicht wegen seiner Freundin, die in den USA lebt...

"In der großen Höhe zu trainieren, ist wesentlich anstrengender", so Hamilton. "Wenn man wieder nach unten kommt, auf Meereshöhe, macht sich das bemerkbar. Deshalb trainiere ich gerne in der Höhe. Es hat mir einfach Spaß gemacht. Ich mag es, in der Früh aufzustehen und auf einen Berg zu wandern, bei strahlend blauem Himmel. Das ist etwas Einmaliges, es gibt nichts Besseres. Und ich denke, dass es auch gut für Seele und Geist ist, an so schönen Orten zu sein."

Freunde beim Joggen verblasen

"Früher habe ich vor der Saison auch gut trainiert, aber jedes Jahr gewöhnt man sich ein bisschen mehr daran", fährt er fort. "Diesmal habe ich früher angefangen und das Programm war auch ein bisschen besser. Ich habe zweimal am Tag trainiert, was sehr effizient war. Als ich zurückgekommen bin, war ich mit Freunden laufen - und es war so einfach! In den ersten Wochen fällt einem das unglaublich leicht. Danach normalisiert es sich, aber man ist von der Basis her trotzdem fitter."

Um Gewichtsverlust ging es ihm beim Training übrigens nicht, denn 68 Kilogramm bei 1,74 Meter Körpergröße bedeuten, dass man keine Rettungsringe an Hamiltons Taille findet. "Ich habe Glück, ich bin recht leicht", lacht er. Aber: "Ich erinnere mich noch, als Heikki Kovalainen mein Teamkollege war. Das war ja lächerlich damals! Er wiegt nichts, vielleicht 60 Kilogramm oder so. Und wir haben damals unser Gewicht verglichen."

"Da dachte ich mir: 'Mist, ich muss abnehmen!' Aber ich habe es nie runter auf sein Gewicht geschafft", erinnert sich der McLaren-Pilot an KERS-Zeiten mit niedrigerem Auto/Fahrer-Mindestgewicht als heute. "Damals hat das Abnehmen mehr gebracht, weil man damit mehr Gewicht im Auto verteilen konnte. Heute haben wir nur ein Prozent Gewichtsverteilung, 45,5 bis 46,5, das macht nicht viel Unterschied aus. Und ich bin recht leicht. Also ist das kein Problem."

Fotoquelle: xpb.cc

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