Martin Whitmarsh und seine beiden Fahrer begutachten den neuen MP4-26

Formel 1 2011

— 04.02.2011

McLaren blufft: Noch nicht alles gezeigt

Teamchef Martin Whitmarsh kündigt "einige fantastische Innovationen" an, die in Berlin nicht gezeigt wurden - Plastik-Auspuffsystem nur ein Bluff

Der heute in Berlin präsentierte McLaren MP4-26 fällt schon in der Launch-Version mit einigen überraschenden technischen Details auf, doch anscheinend hat das britische Team für den Saisonauftakt am 13. März in Bahrain noch einige Innovationen in der Hinterhand. "Seid gewarnt! Ihr habt noch nicht alles gesehen", grinst Teamchef Martin Whitmarsh.

"Es sind einige interessante Teile am Auto, die wir heute schon zeigen, aber es gibt auch einige Teile, die wir noch vor euch und unseren Gegnern verstecken", so der Brite im Rahmen der Präsentations-Pressekonferenz im Kaisersaal am Potsdamer Platz. "In der Formel 1 geht es um ständige Weiterentwicklung. Wir beginnen nächste Woche mit den ersten Testfahrten. Bis dahin wird das Auto schon leicht verändert sein."

Beeindruckt von den Ingenieuren

Eine weitere Ausbaustufe soll dann für die letzte Testphase und noch einmal für das erste Rennen zünden. Whitmarsh kündigt jetzt schon "einige fantastische Innovationen" an: "Mich erstaunt immer wieder, wie die Ingenieure die Regeln durchlesen, die im Diffusorbereich deutlich stärker eingeschränkt sind, aber das treibt ihre Kreativität nur an. Man nimmt ihnen einen Bereich für Kreativität weg, dann stürzen sie sich halt auf einen anderen."

Im Vorfeld der Präsentation war vermutet worden, dass McLaren den MP4-26 genau wie Renault mit einem Front-Auspuffsystem ausstatten könnte, um die Anströmung des Unterbodens und damit den aerodynamischen Anpressdruck weiter zu verbessern. Als das Auto im Sony-Center zusammengeschraubt wurde, waren jedoch nur konventionelle Auspuffrohre zu sehen. Der geschulte Beobachter bemerkte aber: Diese waren nur aus Plastik!

Und können damit jederzeit ersetzt werden: "Die Auspuffanlage, wie sie am vorgestellten Fahrzeug zu sehen ist, wird nicht diejenige sein, mit der wir testen und schließlich in Bahrain Rennen fahren wollen", verrät Chefingenieur Tim Goss. Zwei verschiedene Varianten hat McLaren schon jetzt testbereit, eine weitere soll rechtzeitig für den Saisonstart fertig werden. Eine Entscheidung, welche Variante in Bahrain am Auto sein wird, ist noch nicht gefallen.

Innovation ist alles

"Wir sind in einem Business, in dem du innovativ sein musst, weil du sonst nicht konkurrenzfähig bist", sagt Whitmarsh. "Daher haben wir heute natürlich noch nicht alles gezeigt, aber ich glaube, wir haben auch genug Interessantes gezeigt, vor allem ein wunderschönes Auto. Ich blicke voller Enthusiasmus und Leidenschaft auf dieses Auto und ich glaube, wir werden eine fantastische Saison erleben. Das Auto werden wir von Rennen zu Rennen weiterentwickeln."

Für den 52-Jährigen war es heute übrigens die 23. Teampräsentation, seit er für McLaren arbeitet, und seine dritte als Teamchef. Die WM-Enttäuschung von 2010 ist nach der langen Winterpause vollständig aufgearbeitet und die Vorfreude überwiegt nun wieder: "Wir sind leider nicht Weltmeister geworden, aber wir haben bis zum letzten Rennen um den Titel gekämpft", lässt Whitmarsh die Vergangenheit ruhen.

"Ich bin sehr stolz, Teamchef dieses Teams zu sein", sagt er. "Außerdem haben wir zwei fantastische Champions in den Cockpits, die sich fantastisch verstehen. Sie haben im Auto ihre Leistung gebracht, haben hervorragend mit den Ingenieuren interagiert und sich auch in den Medien gut präsentiert. Sie haben sich bemüht, Botschafter für die Marken zu sein, die wir repräsentieren, und das haben sie sehr gut gemacht."

Fotoquelle: xpb.cc

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