Heikki Kovalainen und Lotus blieben noch einen Tag länger im spanischen Valencia

Formel 1 2011

— 04.02.2011

Lotus: Ein "extrem produktiver Tag" in Valencia

Solofahrt in Valencia: Das Lotus-Team legte am Freitag weitere Proberunden zurück und ermöglichte Ricardo Teixeira das Debüt im Formel-1-Rennwagen

Die meisten Teams hatten sich am Freitag schon wieder auf die Weiterreise gemacht, doch Lotus rückte noch einmal aus: Der Rennstall um Heikki Kovalainen und Jarno Trulli war mit einem Tag Verspätung in die erste Testwoche eingestiegen und holte die verpasste Session - ohne Konkurrenz - zum Wochenausklang nach. Dabei absolvierte das Team zunächst auch noch einige TV-Aufnahmen.

Anschließend ging es Kovalainen und Trulli darum, verschiedene Elemente des neuen T128 zu testen. Kovalainen arbeitete am Frontflügel und probierte die mittleren und superweichen Pirelli-Reifen aus, ehe Trulli am späten Nachmittag ebenfalls ein Pneuprogramm absolvierte und verschiedene Motoreneinstellungen erprobte. Beiden stand die frisch reparierte Lotus-Servolenkung zur Verfügung.

Damit brachte es Kovalainen nach insgesamt 35 Runden auf eine Zeit von 1:15.9 Minuten. "Valencia war ein ausgezeichneter Test für mich", sagt der finnische Rennfahrer. "Auch wenn wir an den ersten Tagen noch ein paar Probleme mit der Servolenkung hatten - man darf nicht vergessen: 2010 waren wir nicht einmal bei den ersten Probefahrten dabei. Jetzt konnten wir mit den anderen loslegen."

Kovalainen lobt den neuen Lotus

"Am Freitag gab es keine Probleme. Wir konnten uns mehr mit der Balance des Autos auseinander setzen und ich hatte erneut das gleiche Gefühl wie schon am ersten Tag: Ich denke, wir haben einen guten Rennwagen", meint der 29-Jährige. "Wir werden im Rahmen der weiteren Testfahrten daran arbeiten und viele Kilometer zurücklegen - ohne die Zuverlässigkeits-Sorgen von 2010 zu haben."

"Eine der auffälligsten Verbesserungen im Vergleich zu 2010 ist der niedrigere Schwerpunkt. Das Chassis ist kleiner und wir können Ballast nun viel effektiver einsetzen. Das bedeutet: Das gesamte Fahrzeug fühlt sich jetzt besser an als im vergangenen Jahr. Ich kann damit einlenken ohne ständig irgendwelche Korrekturen vornehmen zu müssen", schildert Kovalainen einige seiner Eindrücke.

"Das gesamte Heck wurde im Hinblick auf den Renault-Motor und das Red-Bull-Getriebe designt. Es ist aerodynamisch gesehen deutlich effizienter. Wir haben eine gute Entwicklungs-Plattform. Dass man das sofort spüren kann, ist ein gutes Zeichen für mich und das Team", findet der Lotus-Pilot. Teamkollege Trulli sieht das ähnlich. Der Italiener war bei 38 Umläufen knapp drei Zehntel schneller.

Trulli ist minimal schneller als Kovalainen

"Es war ein großartiger Tag für das gesamte Team", sagt der 36-Jährige. "Wir legten 91 Runden ohne nennenswerte Probleme zurück. Es gelang uns, ein Gefühl für das Auto zu entwickeln und darum ging es bei diesem Test ja in erster Linie. Ich stimme Heikki zu, was die Balance angeht. Es fühlt sich so an, dass wir eine gute Arbeitsbasis haben. Daran werden wir in den kommenden Tests arbeiten."

"Meiner Meinung nach können wir ziemlich rasch an einen Punkt gelangen, der uns dazu in die Lage versetzen sollte, mit den Teams vor uns zu kämpfen", erklärt Trulli und fügt hinzu: "Die nächsten Probefahrten stehen in wenigen Tagen an, doch ich rechne damit, dass wir noch einiges an Leistung in petto haben. Es ist prima, schon in Jerez wieder zu fahren und weitere Runden abzuspulen."

Technikchef Mike Gascyone kommt ebenfalls zu einem positiven Tagesfazit: "Wir hatten einen extrem produktiven Tag. Das Problem mit der Servolenkung konnten wir schließlich doch noch lösen und das Auto erneut auf die Strecke schicken", berichtet der Brite. "Die Jungs in der Fabrik haben gute Arbeit geleistet und waren wirklich schnell. Am Freitag konnten wir insgesamt 91 Runden fahren."

Teixeira mimt das Kameramotiv

"Dabei traten keine Schwierigkeiten auf und beide Fahrer konnten ein Gefühl für Rennwagen und Reifen aufbauen. Bislang konnten wir aber noch keine Setuparbeit verrichten. Das muss also bis Jerez warten. Es war trotzdem ein guter Tag für uns, denn wir konnten viele wichtige Kilometer zurücklegen. Darüber hinaus brachten wir unsere Filmaufnahmen zustande", erläutert Gascoyne.

"Bei dieser Aufgabe wurden wir von Ricardo Teixeira unterstützt. Er machte einen guten Job - und das bei schwierigen Bedingungen. Er gewöhnte sich schnell ein und genau das war auch nötig", meint der Technische Direktor des Lotus-Teams. Immerhin 18 Runden entfielen so auf den unter portugiesischer Flagge antretenden Teixeira, der darüber hinaus auch über den angolanischen Pass verfügt.

"Ich möchte mich beim Team dafür bedanken, dass ich am Freitag die Chance hatte, den T128 zu fahren. Es war schön für mich, bei den Filmaufnahmen zu helfen", gibt der Nachwuchspilot zu Protokoll. Gegen eine Wiederholung hätte Teixeira nichts einzuwenden: "Nach meiner ersten Schnupperstunde in einem Formel-1-Auto kann ich das nächste Mal kaum mehr abwarten."

Fotoquelle: xpb.cc

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