Sebastian Vettel kann auch einem strengen Fitnessprogramm einiges abgewinnen

Formel 1 2011

— 06.02.2011

Vettel und die Fitness: "Ich probiere gerne etwas Neues"

Red-Bull-Fahrer Sebastian Vettel erläutert, wie er sich in der Winterpause fit hält und wie sein Sport-Programm während einer Formel-1-Saison aussieht

Für die Fans der Formel 1 beginnt unmittelbar nach dem letzten Rennen einer Saison das lange Warten auf die Fortsetzung im kommenden Jahr, für die Fahrer ist eine Saison indes niemals wirklich beendet. Kaum ist die Zielflagge beim Finalrennen gefallen, gilt die Aufmerksamkeit schließlich voll und ganz dem neuen Rennprojekt. Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel stellt dabei keine Ausnahme dar.

Der 23-jährige absolvierte im Anschluss an seinen Titelgewinn zahlreiche Ehrungen und Termine und kam erst über die Weihnachts-Feiertage ein bisschen zum Entspannen. "Ich konnte mich richtig schön erholen und habe zuhause möglichst viel Zeit auf der Couch verbracht, um einfach einmal die Ruhe zu genießen", berichtet Vettel. Die körperliche Fitness durfte allerdings trotzdem nicht zu kurz kommen.

Er habe natürlich nebenher schon wieder damit angefangen, sich auf die neue Saison vorzubereiten, gesteht der Deutsche. Als Rennfahrer müsse man die vermeintlich ruhige Phase des Jahres genau dazu nutzen, denn während der Saison bleibe nur wenig Zeit für ausgiebige Trainingseinheiten. Vor allem die Rennen in Übersee seien diesbezüglich "sehr anstrengend für den Körper", meint Vettel.

Deshalb legt der Red-Bull-Fahrer schon in der Rennpause den Grundstein für seine Fitness: "Über den Winter absolviere ich ein hartes Aufbautraining, um eine hohe Ausdauer zu bekommen", erläutert der 23-Jährige. "Das macht man mit langen Läufen, Radfahren und speziellem Krafttraining. Damit werden auch die Muskeln aufgebaut, die man als Formel-1-Pilot am dringendsten braucht."

Während der Saison sind leichte Übungen gefragt

Das sind beispielsweise Hals-, Nacken-, Schulter- und Beinmuskeln. Diese Körperpartien gilt es vor den Testfahrten in Form zu haben, denn anschließend beginnt schon wieder die Reiserei. Während der Saison dient das Training "hauptsächlich zur Regeneration", sagt Vettel. "Deshalb sollte es nicht zu hart sein. Leichte Läufe und Einheiten mit dem Fahrrad stehen da auf dem Programm."

Man beschäftige sich allerdings auch mit Ballspielen wie Squash, Badminton oder Tennis. "Für mich ist wichtig, dass mein Training abwechslungsreich ist. Ich versuche, Sportarten miteinander zu kombinieren, die einerseits das Fitnesslevel halten und andererseits die Koordination verbessern und die Reflexe schärfen", meint Vettel. Man solle sich aber stets genug Zeit zum Entspannen nehmen.

Für den Titelverteidiger sieht ein idealer Trainingstag daher folgendermaßen aus: "Ich trainiere zwei Einheiten am Tag, jeweils eine am Morgen und eine am Nachmittag. Dazwischen ruhe ich mich aus, manchmal mache ich auch ein Nickerchen. Grundsätzlich bin ich einer, der offen ist, und deshalb gerne immer wieder mal etwas Neues probiert - zum Beispiel Klettern", gibt Vettel zu Protokoll.

Neue Motivation für die neue Saison

"Vor dem Grand Prix in Singapur 2010 habe ich zwei Tage in den Bergen verbracht und bin etwas herumgeklettert. Überhaupt: Bergsteigen gefällt mir", sagt der deutsche Rennfahrer. "Da bist du in der Natur und tust zudem noch etwas für deine Fitness. Meine Tour auf den Fudschijama, die ich vor zwei Jahren unternommen habe, werde ich nie vergessen." Ebenso wenig wie seinen WM-Triumph 2010.

Spielt der Titelgewinn bei der Vorbereitung auf die neue Saison überhaupt noch eine Rolle für den neuen Formel-1-Champion? Vettel: "Wir fangen alle wieder bei Null an und da ist es vollkommen egal, ob man im vergangenen Jahr Erster oder Vierter war. Das Ziel sei aber in jedem Fall, "mehr zu machen als bisher", so der 23-Jährige. "Man will ja besser werden und sich weiterentwickeln."

"Es ist allerdings nicht ganz leicht, viel mehr zu trainieren, da die Zeit wirklich gut eingeteilt werden muss. Ein Stillstand wäre furchtbar, weil dann alle im wahrsten Sinne des Wortes an einem vorbeiziehen würden", meint Vettel. "Sicher habe ich nach 2010 auch ein bisschen Zeit und Abstand von der Formel 1 gebraucht, doch ich habe mich dann schnell wieder auf die neue Saison gefreut."

Fotoquelle: Red Bull/Getty

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