Robert Kubica und seine Kollegen fahren "mit Köpfchen", wie eine Studie belegt

Formel 1 2011

— 06.02.2011

Aus der Forschung: Rennfahren mit Köpfchen

Eine umfangreiche Studie zeigt: Rennfahrer gehen bei der Ausführung verschiedener Übungen ökonomischer mit ihrem Gehirn um als "Laien"

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen der Universität Pisa ist es dem Ärzteteam von "Formula Medicine" gelungen, eine umfassende Studie zur Gehirn-Funktionsweise von Rennfahrern an den Start zu bringen. Dabei wurden unter Beteiligung des früheren Toyota-Teamarztes Riccardo Ceccarelli und anderer Experten diverse Untersuchungen an versierten Rennfahrern durchgeführt.

Ein wesentlicher Bestandteil der Studie ist der Vergleich der Gehirnfunktionen zwischen erfahrenen Piloten und gleichaltrigen Personen ohne Rennerfahrung. Während die Testpersonen einige mentale Übungen absolvierten, die der Analyse der Reaktionszeit, Aufmerksamkeit und visuell-räumlichen Wahrnehmung dienten, wurde ihre Gehirnaktivität mit einer Magnetresonanz-Tomographie untersucht.

Die dabei gewonnen Daten wurden gründlich analysiert und flossen schließlich in diverse Studien ein, die im Rahmen von Wissenschafts-Kongressen der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Eine letzte Studie aus diesem Projekt wird im Juni 2011 präsentiert. Darin erläutert das Team um Ceccarelli, weshalb Rennfahrer weniger aufgabenrelevante Gehirnbereiche in Anspruch nehmen müssen.

Die Untersuchungen stützen die Hypothese, wonach eine ökonomischere Inanspruchnahme des Gehirns eine bessere Effizienz auf Nervenebene darstellt. Durch die bessere Ausnutzung der mentalen Ressourcen könne eine bessere Kommunikation zwischen den Gehirnregionen hergestellt werden, welche für die Ausführung der jeweiligen Aufgabe erforderlich seien, heißt es in der Studie.

Die Ergebnisse der jüngsten Forschungen fließen in das "Mental-Economy"-Projekt von "Formula Medicine" ein, das über viele Jahre hinweg ausgebaut wurde. Ziel dieser Initiative ist, einige Methoden und Hilfsmittel zu entwickeln, um ein ausgeklügeltes Mentaltraining für Rennfahrer zu gewährleisten. Dabei sollen die Gehirnleistung gesteigert und der mentale Energieverbrauch gesenkt werden.

Fotoquelle: Renault

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