Renault muss bald einen Nachfolger für den verletzten Robert Kubica suchen

Formel 1 2011

— 07.02.2011

Renault: Wer kommt nach Kubica?

Robert Kubica wird nach seinem Rallye-Unfall wahrscheinlich für die komplette Saison ausfallen - Renault nun auf der Suche nach einem Ersatzmann

Dass Robert Kubica nach seinem schweren Rallye-Unfall für die Formel-1-Saison 2011 ausfallen wird, steht laut Chefarzt Professor Mario Igor Rossello fest. Sein Arbeitgeber Renault ist zwar derzeit noch damit beschäftigt, sich zu sammeln und den Schock zu verdauen, doch schon sehr bald wird man sich in Enstone auch mit der Nachfolgefrage beschäftigen müssen.

Etablierte Piloten, die für 2011 noch keinen festen Vertrag haben, gibt es einige - und dem Vernehmen nach hat bei Teamchef Eric Boullier auch schon ein paar Mal das Handy geläutet. Als wahrscheinlichster Kandidat gilt ein Deutscher: Nick Heidfeld war bei Renault bereits vor dem Kubica-Unfall immer wieder im Gespräch und könnte nun vom Pech seines ehemaligen Teamkollegen bei BMW profitieren.

Weitere mögliche Kandidaten, die frei verfügbar wären, sind Vitantonio Liuzzi, Pedro de la Rosa und Giancarlo Fisichella, der das Team aus den Jahren 1998 bis 2001 und 2005 bis 2007 wie seine Westentasche kennt. Vielleicht rechnet sich aber auch Christian Klien eine Chance aus, der den Kampf um das zweite Renault-Cockpit Anfang 2010 mangels finanzieller Unterstützung nur knapp gegen Witali Petrow verloren hat.

Weil Renault nach einer potenziellen Nummer eins sucht, gilt eine Beförderung eines Testfahrers (Romain Grosjean oder Bruno Senna) als unwahrscheinlich. Andererseits hoffen Talente wie Nico Hülkenberg oder Daniel Ricciardo auf ein Formel-1-Cockpit, die jedoch schon bei anderen Teams unter Vertrag stehen. Das gilt auch für Timo Glock, der vergangenen Sommer intensiv mit Renault geflirtet hat, dann aber doch bei Virgin geblieben ist.

Die Sensation schlechthin wäre, falls Kimi Räikkönen als Ersatzmann gewonnen werden könnte. Der Weltmeister von 2007 hat für die bevorstehende Rallye-WM-Saison zwar schon bei Citroen unterschrieben, doch angeblich hat sein Management vor dieser Unterschrift auch bei Renault angefragt. Räikkönen wollte nur mit einem Siegerauto in die Formel 1 zurückkehren - und das könnte der neue R31 nach Kubicas Wochenbestzeit in Valencia unter Umständen sogar sein...

Tatsache ist, dass sich das Team sehr schnell etwas überlegen muss, denn die nächsten Testfahrten stehen schon ab Donnerstag in Jerez de la Frontera auf dem Programm. Vor dem ersten Rennen in Bahrain bleiben nur noch zwölf Streckentage Vorbereitungszeit. Insofern erscheint es naheliegend, dass Boullier eher nach einem Routinier Ausschau halten wird, den man als stabilen Wert ins kalte Wasser werfen kann.

Fotoquelle: xpb.cc

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