Der letzte Sieg eines Pirelli-Reifens in der Formel 1 datiert aus der Saison 1991

Formel 1 2011

— 10.02.2011

Pirelli: Fakten zum Comeback

Erstmals seit 1991 engagiert sich Pirelli wieder im Grand-Prix-Sport und löst Vorgänger Bridgestone als Alleinausrüster ab - Interessante Zahlen zum Comeback

Nach 14 Jahren in der Formel 1 hat sich der japanische Reifenhersteller Bridgestone zum Ende der Saison 2010 zurückgezogen und die Rolle des Alleinausstatters der Grand-Prix-Teams fortan Pirelli überlassen. In der Vergangenheit konnten die Italiener - damals im direkten Wettbewerb mit der Konkurrenz - bereits 44 Rennen gewinnen. Der bis dato letzte Sieg datiert aus der vorübergehenden Abschiedssaison 1991 und steht mit dem Grand Prix von Kanada in Montreal zu Buche, als Nelson Piquet seinen Benetton-Ford als Erster ins Ziel brachte.

Die heutigen Produkte des italienischen Herstellers orientieren sich in ihren technischen Spezifikationen zwangsläufig am gegenwärtigen Reglement. So weisen die Trockenreifen einen Durchmesser von 660 Millimetern auf, während die Regenreifen einen um 10 Millimeter größeren Durchmesser haben, um so die Bodenfreiheit des Fahrzeugs zu erhöhen und einem möglichen Aufschwimmen auf Pfützen vorzubeugen. Dazwischen liegt mit 665 Millimetern Durchmesser der Intermediate-Reifen.

Was die Breite der Lauffläche der einzelnen Pneus betrifft, so beträgt diese für Trockenreifen an der Vorderachse 245 Millimeter und 325 Millimeter hinten. Die Hinterreifen der Regenspezifikation weisen verglichen mit den Slicks eine identische Breite auf, die Vorderreifen sind mit 225 Millimetern allerdings 20 Millimeter schmaler. Die Laufflächen der Intermediates unterscheiden sich nicht von denen der "Full Wets". Ein Pirelli-Regenreifen oder "Full Wet" verdrängt bei einer Geschwindigkeit von 300 km/h mehr als 60 Liter Wasser pro Sekunde.

In puncto Gewicht bringt ein Vorderreifen knapp zehn Kilogramm auf die Waage, ein Pneu für die Hinterachse aufgrund der größeren Dimensionen etwas mehr. Die optimale Betriebstemperatur eines Pirelli-Reifens liegt bei zirka 90 Grad Celsius, wobei es mit ansteigendem Härtegrad der Mischung länger dauert, bis dieses Temperaturfenster erreicht ist.

Stabiles Reifenreglement

Insgesamt werden im Verlauf einer Saison nicht weniger als 50.000 Pneus produziert, wovon 1.800 an jedem Rennwochenende an die Strecke gebracht werden. Im Falle Pirelli geschieht dies ausschließlich im Werk Izmit vor den Toren der türkischen Metropole Istanbul. In Vorbereitung auf das Formel-1-Comeback wurden im Rahmen privater und offizieller Testfahrten mehr als 18.000 Kilometer abgespult - 15.000 davon bei Trockenheit, die übrigen 3.000 auf nasser Piste.

Trotz des Herstellerwechsels auf dem Reifensektor bleibt das Reglement diesbezüglich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Wie bisher müssen die Teams im Verlauf eines trockenen Rennens auf jedem Auto beide zur Verfügung stehenden Mischungen einsetzen. Bei Regenrennen, das heißt sobald mindestens eine Runde auf Intermediates oder Regenreifen gefahren wurde, gilt diese Regel allerdings nicht.

Genau wie Vorgänger Bridgestone produziert auch Pirelli in dieser Saison Slicks in vier verschiedenen Mischungen - supersoft, soft, medium und hart - wobei jeweils nur zwei davon für die jeweilige Strecke ausgewählt werden und zum Grand Prix mitgebracht werden. In der Regel liegen die beiden gewählten Mischungen zwei Härtegrade auseinander, sodass die Kombinationen soft/hart oder supersoft/medium zustande kommen. Die Zuschauer können die beiden Typen durch verschiedenfarbige Pirelli-Logos auf den Reifenflanken unterscheiden.

Fotoquelle: xpb.cc

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