Sebastian Vettel zeigte heute nicht den von Red Bull erwarteten Speed

Formel 1 2011

— 13.02.2011

Red Bull: Blufft der Weltmeister?

In Jerez war Red Bull nur das achtschnellste Team, was aber noch nicht viel heißen muss - Longruns erstmals deutlich langsamer als Ferrari

Sebastian Vettel belegte zum Abschluss der Testwoche in Jerez de la Frontera nur den achten Platz und verlor fast zweieinhalb Sekunden auf Rubens Barrichello. Selbst in der Wochenwertung (14.) fehlen ihm mit der Zeit von gestern 1,742 Sekunden. Dennoch glauben Experten nicht, dass schon Grund zur Sorge besteht.

So fiel zum Beispiel Force-India-Testfahrer Nico Hülkenberg in einer ruhigen Minute auf, dass der RB7 in den Kurven wie auf Schienen liegt, während andere mehr mit den teilweise unberechenbar ausbrechenden Pirelli-Hinterreifen zu kämpfen haben. Doch heute war nicht nur die Einzelrunde zu langsam, sondern auch ein 20-Runden-Stint am Nachmittag blieb deutlich hinter der Konkurrenz von Ferrari und McLaren zurück.

Während Fernando Alonso während eines ähnlich langen "Dauerlaufs" teilweise sogar in die 1:23er-Zeiten vordrang, bewegte sich Vettel vor dem Einbruch der Pirelli-Pneus nach etwa 15 Runden im 1:25er- und 1:26er-Bereich. Das Team konzentrierte sich dabei auf die Haltbarkeit der neuen Reifen und suchte nach den am besten dafür geeigneten Setups. Außerdem wurden aerodynamische Komponenten und neue Teile für die Radaufhängung getestet.

"Es war insgesamt ein sehr solider Test", erklärt Chefrenningenieur Ian Morgan. "Wir haben viele Kilometer zurückgelegt und das Auto war zuverlässig. Unser Hauptaugenmerk galt dem Verstehen der Pirelli-Reifen, um zu erfahren, wie wir das Beste aus ihnen herausholen können. Ich denke, da haben wir gute Fortschritte gemacht." Dennoch waren diese Woche nur Lotus, Force India und Marussia-Virgin langsamer als Red Bull.

Mit keinem Wort erwähnt wurde übrigens die angeblich geplante Jungfernfahrt mit dem Hybridsystem KERS, die Teamchef Christian Horner gegenüber 'auto motor und sport' für heute angekündigt hatte. KERS an Bord würde zum Beispiel auch die stärker schwankenden Rundenzeiten als an den vorangegangenen Tagen erklären. Doch an der Favoritenrolle von Red Bull im WM-Kampf hat die Jerez-Woche trotz der Ergebnisse nicht viel geändert.

Fotoquelle: xpb.cc

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