Heckflügel auf Durchzug: Timo Glock probierte das neue Element in Jerez aus

Formel 1 2011

— 14.02.2011

Heckflügel: Probates Mittel oder Manipulation?

Der verstellbare Heckflügel sorgt für viele Diskussionen: Red-Bull-Teamchef Christian Horner fordert verantwortungsvollen Umgang - Niki Lauda: "Sofort abschaffen!"

In den zurückliegenden zwei Testwochen in Valencia und Jerez sammelten die Formel-1-Teams nicht nur wichtige Erfahrungen bezüglich der neuen Pirelli-Reifen, sondern es standen vor allem auch erste Erprobungen des verstellbaren Heckflügels auf dem Programm. Die gesamte Szene muss sich noch an dieses neue Element, das mehr Überholmanöver erzeugen soll, gewöhnen.

Mercedes-Pilot Nico Rosberg äußerte sich nach seinen ersten Erfahrungen skeptisch. Der Heckflügel habe ihm zu Beginn regelrecht etwas Angst eingeflößt, berichtete der gebürtige Wiesbadener. Nicht allen erging es so - oder zumindest ging nicht jeder so offen mit etwaigen Schwierigkeiten um. Kritisch äußerte sich beispielsweise aber auch Sebastian Vettel.

"Es geht um unsere Sicherheit", meint der Weltmeister angesichts der zahlreichen Knöpfe, die im Cockpit bedient werden müssen. "Sofort abschaffen", fordert Niki Lauda in der 'Bild'. "Ich bin ein Gegner davon, dass man die Rennen künstlich spannend macht. Das funktioniert nicht. Wir wollen echte Überholmanöver. Wenn der Hintermann seinen Flügel verstellt und einfach am Vordermann vorbeirauscht, dann ist das Manipulation und kein Rennen mehr."

Der Österreicher bringt eine Meinung auf den Punkt, die im Fahrerlager weit verbreitet zu sein scheint. "Das hat enorme Auswirkungen. Man geht nun sicherlich nicht gern als Führender in die letzte Runde, wenn der Hintertmann nur zwei Wagenlängen entfernt ist", erklärt Red-Bull-Teamchef Christian Horner gegenüber 'Autosport'.

Der Brite will das neue Element aber nicht sofort verteufeln. "Die Fahrer müssen sich erst einmal daran gewöhnen", so Horner. "Die Teams müssen nun harmonisch mit der FIA zusammenarbeiten, damit man die beste und sicherste Lösung findet. Immerhin ist das System auf Wunsch der Teams entwickelt worden. Es soll Überholen vereinfachen. Solange kein Missbrauch stattfindet, wird man das Ziel auch erreichen."

Horner lässt offen, inwiefern ein Missbrauch stattfinden könnte. Vermutlich sind die Worte nur als Mahnung zum verantwortungsvollen Umgang mit dem verstellbaren Heckflügel gemeint. Sicher ist, dass dieses System auch in Zukunft kritisiert werden wird. Es gibt Bedenken wegen der Sicherheit, aber auch immer wieder die Befürchtung, der Rennsport könnte zu "künstlich" werden.

Fotoquelle: xpb.cc

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