Der Sauber Club One fährt mit: Der neue Rennwagen ist mit dem Logo versehen

Formel 1 2011

— 14.02.2011

Der Sauber Club One als erster Schritt in die Formel 1

Mit einem neuen Ansatz verschafft das Sauber-Team interessierten Firmen einen Zugang zur Formel-1-Welt - Die Sichtbarkeit hat nicht immer Priorität

Wer heute als Unternehmen in die Formel 1 einsteigt und einem Rennstall finanzielle Unterstützung zukommen lässt, ist nicht zuletzt an der entsprechenden Vermarktung dieses Deals interessiert. In vielen Fällen wird dies durch die Präsenz von Firmenlogos auf Autos und Teamkleidung realisiert, doch seit Kurzem gibt es auch andere Möglichkeiten. Ein Beispiel dafür ist der Sauber Club One.

Diese Einrichtung erlaubt es Unternehmen, ihr Formel-1-Engagement gewissermaßen "im Stillen" zu verwalten - ohne eine öffentliche Wahrnehmung der Marke im Umfeld der "Königsklasse". Ein Trend, den Peter Sauber im vergangenen Jahr erkannt hat: "Nicht jedes Unternehmen möchte in Sichtbarkeit und Zugänglichkeit investieren. Ich dachte, es wäre einfach an der Zeit, beides separat anzubieten."

Der Sauber Club One als innovative Chance

So geschehen in der vergangenen Saison, nun prangt das Logo des Sauber Club One sogar überaus prominent auf den Seitenkästen des neuen Fahrzeugs. Und den bereits engagierten Firmen aus der Schweiz sollen in naher Zukunft einige internationale Unternehmen folgen, die ähnliche Ziele mit ihrem Sponsoring verfolgen, wie Sauber-Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn bei 'Reuters' erklärt.

"In vielen Gesprächen fanden wir heraus, dass nicht viele bekannte Marken vollkommen offen mit der Formel 1 assoziiert werden wollen. Sie wollen das Logo ihres Unternehmens nicht überall sehen", sagt die Österreicherin und fügt hinzu: "Bei manchen Firmen ist das auf interne Bedürfnisse zurückzuführen, andere halten den Sport an sich für nicht umweltfreundlich genug oder dergleichen."

"Vor zwei Jahren gab es außerdem eine Reihe von Skandalen, weshalb sich einige Leute nicht in der Formel 1 engagieren wollten. Es bestand einfach eine gewisse Unsicherheit", stellt Kaltenborn heraus. "Ausgehend davon brachten wir unsere Idee an den Start. Man erhält dadurch die Vorteile, die auch jeder andere genießt. Die Formel 1 gilt nach wie vor als eine der besten weltweiten Plattformen."

Reichlich Lob von der Konkurrenz

Genau diese Bühne könne man sich bei der Präsenz und Bewerbung eines Unternehmens zunutze machen - offen oder eben auch "unsichtbar", meint Kaltenborn. "In meinen Augen ist dieses Projekt durchaus zukunftsfähig. Unternehmen könnten es als Ausgangspunkt nutzen, um sich zu informieren, und um dann erst im zweiten Schritt an die Öffentlichkeit zu gehen", hält die Sauber-Sprecherin fest.

Die Konkurrenz begrüßt diesen Ansatz des Sauber-Teams: "Ich finde solche innovativen Ideen einfach toll", sagt Lotus-Teamchef Tony Fernandes. "Ich halte das für eine großartige Möglichkeit für Leute, die Gelder in diesen Sport fließen lassen wollen." Bei Virgin ist man sich indes nicht so sicher, ob ein solches Konzept für jedes Team denkbar wäre - Virgin braucht offenbar die Öffentlichkeit.

Diese Meinung vertritt zumindest Teammanager Graeme Lowdon: "Ich glaube nicht, dass diese 'Geheimniskrämerei' gut zu unserem Team passen würde. Wir pflegen nämlichen einen sehr offenen Umgang", wird der Brite von 'Reuters' zitiert. "Wir haben allerdings ebenfalls Sponsoren, die nicht daran interessiert sind, auf den Autos oder den Trucks oder irgendwo sonst präsent zu sein."

Fotoquelle: xpb.cc

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