Christian Horner glaubt nicht, dass er bald ohne seinen Starpiloten auskommen muss

Formel 1 2011

— 16.02.2011

Horner: "Vettel kann vor dem Rücktritt zu Ferrari gehen"

Red-Bull-Teamchef Christian Horner geht mit den erneuten Gerüchten um Vettel und Ferrari entspannt um: Warum er nicht um seinen Starpiloten fürchtet

Sebastian Vettel und Ferrari - dieses Thema beschäftigte in der Winterpause vor allem die italienischen Medien. Der Weltmeister hatte im Vorjahr gesagt, dass er irgendwann in seiner Karriere für das italienische Traditionsteam fahren möchte, Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz erklärte daraufhin, dass er sich dem Wunsch seines Starpiloten nicht in den Weg stellen werde.

Erst am Wochenanfang tauchten dann erneut Kommentare Vettels in der 'Gazzetta dello Sport' auf: Der 23-Jährige meinte mit einem Augenzwinkern, dass er von Ferrari und von einem Platz auf dem Siegertreppchen in Monza träume und Fernando Alonso einen einjährigen Urlaub bezahlen würde, um sein Auto übernehmen zu können.

Horner: Vettel als Teil der Red-Bull-Familie

Doch Red-Bull-Teamchef Christian Horner geht mit den Aussagen seines Schützlings entspannt um. "Die Italiener werden sehr aufgeregt, wenn Weltmeister über Ferrari sprechen", nimmt der Brite gegenüber 'Reuters' Stellung. "Vielleicht hat er von Ferrari geträumt, das ist aber auch schon alles." Dass Vettel regelmäßig mit Ferrari in Verbindung gebracht wird, liege an der bei Red Bull üblichen offenen Kommunikation: "Wir fördern die freie Meinungsäußerung. Sebastian ist sein eigener Herr und er hat seine eigenen Ansichten."

Angst, dass der von Red Bull über Jahre hinweg aufgebaute Vorzeigepilot in Zukunft im roten Boliden sitzen könnte, hat er nicht: "Ich glaube, dass jeder Fahrer irgendwann einmal in seiner Karriere für die Roten fahren möchte. Wir werfen ihm das nicht vor. Aber in absehbarer Zukunft sehen wir ihn als Teil von Red Bull. Er ist in der Red-Bull-Familie groß geworden und bleibt hoffentlich noch viele Jahre hier. Kurz vor dem Rücktritt kann er dann zu Ferrari gehen."

Wechsel zu Ferrari in zehn oder gar 20 Jahren?

Demnach wünscht sich Horner, dass Vettel die besten Karrierejahre in seinem Rennstall verbringt. Er scherzt: "Wenn er kurz vor dem Karriereende zu Ferrari gehen will, dann könnte das noch zehn Jahre in der Zukunft liegen. Oder in Michael Schumachers Fall 20 Jahre." Am Ende wird es aber auch an seinem Rennstall liegen, ob man den Heppenheimer halten kann oder nicht: "Welcher Fahrer würde derzeit nicht gerne für Red Bull fahren? Wir müssen ihm ein schnelles Auto zur Verfügung stellen, er muss Leistung bringen. Er hat sich Red Bull verschrieben und wir haben uns ihm verschrieben."

Auch menschliche Werte spielen in der von großem Erfolg gekrönten Partnerschaft eine wichtige Rolle: "Er hat einen wichtigen Anteil daran, was wir tun und ob wir vorwärts kommen, da geht es aber um mehr als um ein Blatt Papier oder einen Vertrag. Es geht um Beziehungen, um Vertrauen, darum, sich in einer Umgebung wohl zu fühlen. Er ist in der Red-Bull-Familie groß geworden und alle Erfolge in seiner Motorsport-Karriere hat er in dieser Umgebung erreicht."

Fotoquelle: Getty/Red Bull

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