Kritischer Blick: Heikki Kovalainen über die bisherige Testform der Konkurrenz

Formel 1 2011

— 17.02.2011

Kovalainen: Red Bull hat noch nicht alles gezeigt

Lotus-Fahrer Heikki Kovalainen hält Red Bull und Ferrari für besonders stark und sieht McLaren und Mercedes noch etwas im Formel-1-Hintertreffen

Nach der Hälfte der Formel-1-Wintertests tun sich Fans und Experten noch schwer damit, das neue Kräfteverhältnis in der "Königsklasse" einzuschätzen. Selbst die unmittelbar Beteiligten lassen sich kaum eine Prognose entlocken, doch Heikki Kovalainen macht eine Ausnahme. Der finnische Lotus-Pilot ist nämlich überzeugt davon, dass Red Bull und Ferrari auch 2011 besonders stark sein werden.

Speziell die Weltmeister von 2010 hat Kovalainen auf der Rechnung: "Sie scheinen alles unter Kontrolle zu haben. Mein Gefühl sagt mir: Sie haben noch nicht einmal die Hälfte ihrer Möglichkeiten aufgezeigt", wird der 29-Jährige von der 'Turun Sanomat' zitiert. "Auch Ferrari schätze ich hoch ein. Williams hat in Jerez ebenfalls eine sehr gute Rundenzeit hingelegt", fügt Kovalainen hinzu.

Die beiden silbernen Autos im Starterfeld haben beim Finnen indes nur bedingt einen guten Eindruck hinterlassen. "Bei McLaren ist es schwer zu sagen. Sie stießen etwas spät zu den Tests hinzu und hatten auch einige Schwierigkeiten. Wenigstens sieht das Auto richtig gut aus. Es könnte schnell sein", kommentiert Kovalainen die bisherige Testform seines früheren Arbeitsgebers McLaren.

Auch bei Mercedes meint der langjährige Formel-1-Pilot keine Euphorie festzustellen: "Der Körpersprache nach zu urteilen, sind sie enttäuscht von der Leistung des Fahrzeugs", gibt Kovalainen vor dem dritten Gruppentest der "Königsklasse" zu Protokoll. Mit den Fortschritten seines Lotus-Teams ist der 29-Jährige indes zufrieden. Man habe den Abstand zur Spitze reduzieren können.

"Der Rennwagen fühlt sich in jeder Hinsicht besser an. Keke Rosberg meint, unser Auto sieht nun so aus, als würde es zur Formel 1 gehören - und da hat er recht", witzelt Kovalainen und merkt abschließend an: "Man darf aber nicht vergessen: Wir sind gerade einmal ein Jahr dabei. Red Bull brauchte sechs bis sieben Saisons, bis sie siegfähig waren. Vor uns liegt also noch ein langer Weg."

Fotoquelle: xpb.cc

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