Sebastian Vettels RB7 ist besonders in schnellen Kurven das Maß aller Dinge

Formel 1 2011

— 18.02.2011

Vettel: Schnell, aber unzuverlässig

Technische Probleme bremsten Sebastian Vettel am ersten Red-Bull-Testtag mit KERS, trotzdem kam niemand an seine Rundenzeiten heran

In den ersten beiden Testwochen dieses Winters lief der neue Red-Bull-Renault RB7 meist zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk, doch beim heutigen Auftakt in Barcelona schaffte Sebastian Vettel - übrigens mit KERS an Bord - gerade mal 37 Runden. Zum Vergleich: Sein möglicherweise schärfster Rivale Fernando Alonso umrundete den Circuit de Catalunya im Ferrari 101 Mal.

Doch Vettel gibt Entwarnung: Es sei "nichts Dramatisches" gewesen, "es ist nichts gebrochen. Wir hatten Probleme mit der Hinterachse und im mechanischen Bereich. Es dauert ziemlich lang, bis das alles zerlegt ist und man an das eine oder andere Teil rankommt, um mal schauen zu können. Bis es dann wieder zusammengeschraubt war, hat das länger gedauert als erhofft. Leider waren es deshalb nicht viele Runden", erklärt der Weltmeister und meint achselzuckend: "Morgen ist ein neuer Tag."

Was den Speed angeht, muss er sich um sein neues Arbeitsgerät ohnehin keine Sorgen machen, denn die vielen schnellen Kurven in Barcelona scheinen dem RB7 genauso zu liegen wie dem Vorgängermodell RB6. Während Alonso zwar konstant 1:27er-Zeiten ablieferte, aber nur selten wirklich schnelle Ausreißer-Runden dabei hatte, schüttelte Vettel in einem Neun-Runden-Run mal eben so eine Bestzeit von 1:24.374 Minuten aus dem Ärmel. Vorsprung: 1,111 Sekunden.

Überbewertet wissen will er dies jedoch nicht: "Bis jetzt hat noch keiner die Hosen runtergelassen und man weiß nicht genau, wo man steht", so Vettel, der zumindest optisch durchaus Unterschiede zwischen den verschiedenen Teams erkennt: "Wenn man sich die Autos anschaut, dann gibt es schon das eine oder andere Auto, das ein bisschen anders aussieht, beispielsweise der Toro Rosso oder der McLaren. Das ist sogar optisch zu erkennen, dass die mal etwas anderes probieren."

Doch die Auswirkungen der Regeländerungen habe niemand komplett weggesteckt: "Wenn es jemanden gibt, der ein besseres Auto hat als Ende des Vorjahres, dann zeigt ihn mir! Wir hätten dann ein Problem", gesteht der 23-Jährige. "Man muss sich nur die Diffusoren anschauen, um zu erkennen, dass man die Autos nicht mit dem Vorjahr vergleichen kann. Die Rundenzeiten sind langsamer, aber gar nicht so extrem. Das Auto fühlt sich gut an und ich sitze ähnlich drin wie im Vorjahr."

Auch die Wirkung der neuen Überholhilfen (KERS und beweglicher Heckflügel) sei noch ein Fragezeichen: "Das schon abzuschätzen, ist schwierig, denn beim Testen fährt man nie mit gleichen Reifen und gleich viel Benzin hinter jemandem her. Also lässt man ihn ziehen oder man überholt ihn, aber es kommt nicht zu Duellen. Daher müssen wir ein paar Rennen abwarten, bis wir das besser abschätzen können. Grundsätzlich glaube ich, dass das Überholen schwierig bleibt", vermutet Vettel.

Fotoquelle: xpb.cc

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