Diesen Reifentyp würde Pirelli gerne noch unter realen Bedingungen erproben

Formel 1 2011

— 19.02.2011

Pirelli wünscht sich noch einen Regentest

Die Reifenlieferanten von Pirelli würden gerne einen Test unter komplett nassen Bedingungen abhalten - Paul Ricard als ideale Teststrecke?

Um sich auf den Formel-1-Einstieg vorzubereiten, absolvierte Pirelli in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreiche private Testfahrten in einem Toyota-Boliden. Dabei simulierte das italienische Unternehmen auch nasse Bedingungen, als man Testpilot Pedro de la Rosa in der Nacht von Abu Dhabi über eine bewässerte Strecke fahren ließ. Auf einen richtigen Regentest wartet man noch immer.

Beim Testauftakt im spanischen Barcelona - dort begann am Freitag die dritte Probephase dieses Winters - traf man zwar zunächst auf feuchte Verhältnisse, doch der Regen hatte sich bereits über Nacht verzogen. Nun hofft Pirelli-Motorsport-Leiter Paul Hembery insgeheim darauf, doch noch eine Gelegenheit zu bekommen: "Die Simulation eines Regenrennens wäre klasse", meint der Brite.

"Ein schöner Niederschlag und eine anschließend abtrocknende Strecke wäre genau das Richtige für diesen Zweck. Dann könnten wir einerseits zunächst die Regenreifen aufziehen und anschließend die komplette Bandbreite durchprobieren, also Intermediates und schließlich auch noch Slicks", erläutert Hembery. "Diese Informationen brauchen auch die Teams, damit sie die Wechsel-Zeitpunkte kennen."

"Rückblickend muss man sagen: Vielleicht hätten wir mit den Teams eine Testeinheit in Paul Ricard einplanen sollen, um das dortige Sprinklersystem zu nutzen. Das ist der einzige Kurs, auf dem man nasse Verhältnisse kontrolliert simulieren kann", sagt Hembery. Man habe noch keine "echten" Daten. "In Abu Dhabi testeten wir nämlich mit einem Auto, das über ein anderes Abtriebsniveau verfügte."

"Außerdem konnten wir damit keine derart große, abnehmende Benzinmenge simulieren. Wir haben zwar einige gute Ideen und viele Daten, doch im Hinblick auf ein Fahrzeug der Generation 2011 kann ich nichts sagen", hält der britische Pirelli-Reifenchef fest. Sollte der geplante Test in Bahrain doch noch abgesagt werden, würde Hembery wahrscheinlich für Südfrankreich als Ersatz plädieren.

"Aus Sicht der Reifen wäre es ideal, wenn wir die Chance haben würden, nach Paul Ricard zu reisen und dort noch etwas unter nassen Bedingungen zu testen. Noch einmal in Barcelona oder Jerez zu fahren, würde kühle Temperaturen bedeuten. Dadurch bekämen wir keine zusätzlichen Daten", erklärt Hembery. "Sollte es mit Paul Ricard nicht klappen, dann würden wir Abu Dhabi bevorzugen."

"Dort sind die Temperaturen schließlich angenehm warm. Es gibt aber noch viele Fragezeichen in Bezug auf das, was in den kommenden Wochen passiert", fügt Hembery hinzu. "Es wird ziemlich schwierig, denn die logistischen Anforderungen an alle Beteiligten sind groß. Wir alle hoffen, dass es wie geplant vonstatten geht. Im Augenblick haben wir es aber mit einer schwierigen Situation zu tun."

Fotoquelle: xpb.cc

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