Bernie Ecclestone will bis Dienstag Klarheit zum Thema Bahrain schaffen

Formel 1 2011

— 20.02.2011

Bahrain: Ecclestone überlässt Entscheidung dem Kronprinzen

Laut Bernie Ecclestone kann Bahrains Kronprinz Salman am besten beurteilen, ob die Formel 1 in seinem Land sicher ist oder nicht - Test schon abgesagt?

Die Zeit drängt: Die Formel-1-Teams möchten eigentlich bis zum morgigen Montag Klarheit, ob sie nun nach Bahrain reist oder nicht. Bernie Ecclestone und die FIA sind am Zug, sie müssen entscheiden, ob dort in den nächsten drei Wochen ein Test und der Saisonauftakt gefahren werden oder nicht.

Ecclestone überlässt die Entscheidung, ob alles abgesagt wird oder nicht, nun dem bahrainischen Kronprinzen Salman ibn Hamad ibn Isa Al Khalifa. Kronprinz Salman hat nicht nur die Formel 1 einst in sein Land geholt, sondern er ist auch der Oberkommandant der bahrainischen Streitkäfte.

"Er wird am besten wissen, ob es dort für uns sicher ist", erklärt Ecclestone in einem Interview mit der 'BBC'. "Ich habe keine Ahnung. Ich bin nicht dort, von daher weiß ich es nicht."

Kronprinz Salman hat gestern das Militär aus den Straßen der Hauptstadt Manama abgezogen und die Kontrolle über die öffentliche Ordnung wieder in die Hand der Polizei gegeben. Doch es kam auch gestern zu neuen Zusammenstößen. Am Perlenplatz hat die Polizei laut Medienberichten Tränengas gegen die Regierungskritiker eingesetzt.

Ecclestone hat ausgeschlossen, dass der Saisonauftakt im Falle einer Bahrain-Absage am gleichen Termin auf einer anderen Rennstrecke stattfindet. Für eine Verlegung ist die Zeit zu knapp. Er kann sich aber vorstellen, den Grand Prix in Bahrain später nachzuholen. Die Entscheidung, ob abgesagt wird oder nicht, soll nun am Dienstag fallen. "Hoffen wir, dass alles gut wird. Wir würden den Leuten nicht raten dort hin zu gehen, wenn es dort nicht sicher ist", sagt Ecclestone.

Um die Antrittsgebühr in Höhe von 30 Millionen Euro, die Bahrain an Ecclestone zahlen muss, muss sich der Formel-1-Boss wohl keine Sorgen machen. Sie muss offenbar auf alle Fälle bezahlt werden, auch wenn das Rennen aufgrund der Sicherheitslage abgesagt wird. Dazu seien die Streckenbetreiber vertraglich verpflichtet.

In mehreren Ländern, unter anderen in Deutschland und Großbritannien, wurden Reisewarnungen ausgegeben, die dazu raten, nicht nach Bahrain zu reisen, "wenn dies nicht unbedingt notwendig ist." Das ist für die Teams ein versicherungstechnisches Problem. Denn laut 'BBC' übernehmen die Versicherungen der meisten Teams die Kosten im Falle einer Absage nur dann, wenn grundsätzlich von allen Reisen nach Bahrain abgeraten wird. Diese Stufe haben die Reisewarnungen noch nicht erreicht.

Die 'Sunday Times' berichtet heute, dass manche Teams sogar überlegen, das Rennen zu boykottieren, falls der Grand Prix stattfindet. Doch so einfach ist das nicht, denn alle Teams sind aufgrund ihrer Verträge mit dem Formula 1 Management (FOM) dazu verpflichtet, anzutreten, wenn ein Rennen stattfindet.

Wie 'f1today.nl' heute meldet, sei zumindest der vom 3. bis 6. März geplante Test schon abgesagt worden. Wo der Test stattdessen stattfindet, soll demnach heute oder morgen bekanntgegeben werden. Offiziell bestätigt wurde die Testabsage allerdings noch nicht.

Fotoquelle: xpb.cc

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