In vielen Rechtskurven wird der linke Vorderreifen stark beansprucht

Formel 1 2011

— 22.02.2011

Pirelli: Zu wenig Gummi auf der Barcelona-Bahn

Zu kühl und zu viel Regen in der Nacht: Für Pirelli hätte der Barcelona-Test besser verlaufen können - Dennoch viele wichtige Daten generiert

Die Pirelli-Reifen werden 2011 ein enorm wichtiger Faktor im Formel-1-Wettbewerb. Die Teams haben bei den bisherigen Testfahrten feststellen können, dass die Charakteristik der italienischen Pneus eine ganz andere ist als beim Vorgängerprodukt von Bridgestone. Einige Piloten klagen lautstark über hohen Verschleiß, andere nehmen die Situation zur Kenntnis und stellen sich möglichst gut darauf ein.

Beim zurückliegenden Barcelona-Test absolvierten die Formel-1-Teams insgesamt über 18.000 Kilometer (gut 4.000 Runden) mit den Slicks aller Mischungen sowie den Intermediates. "Nach bisher elf Testtagen in diesem Jahr haben die Teams nun etwas mehr über die Eigenheiten unserer Reifen lernen können. Wir haben gleichzeitig viele wichtige Daten sammeln können", kommentiert Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery.

"Viele Teams haben in Barcelona einige Longruns absolviert, haben das Reifenverhalten über die Renndistanz beobachtet und nun neue Erkenntnisse über mögliche Reifenstrategien", so der Brite. "Die Temperaturen lagen einmal mehr nicht in dem Bereich, den wir uns gewünscht hätten. Am Morgen ging es jeweils mit kühlen sechs Grad los. Bei den kommenden Rennen der Saison werden wir kaum mal unter 15 Grad liegen."

"Das führte dazu, dass die Reifen teils nicht so arbeiteten, wie wir das bei unserem privaten Barcelona-Test bei etwas höheren Temperaturen erlebt hatten", erklärt Hembery. Vor allem die nächtlichen Regenschauer am Wochenende bereiteten Sorgen. Immer wieder startete der Testbetrieb auf einer "grünen" Strecke, es lag kaum Gummi auf der Bahn. Für den abschließenden Test (erneut in Barcelona) vor dem verspäteten Start in die Saison erhofft man sich nun frühlingshafte Wetterbedingungen.

"Eines ist mittlerweile allen klar: Die Reifen werden zentraler Bestandteil der diesjährigen Action sein", sagt Hembery. Man müsse bezüglich der Reifenstrategie grundsätzlich umdenken. "Es bieten sich neue Chancen für Überholmanöver - das will doch jeder sehen. Barcelona ist eine Strecke, die den linken Vorderreifen hart rannimmt. Ich bin glücklich, dass sich unsere Konstruktion als haltbar erwiesen hat." Insgesamt kommt Pirelli nun auf etwa 75.000 Testkilometer mit den neuen Reifen. Das entspricht rund 250 Grand-Prix-Distanzen.

Fotoquelle: pacepix.com

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