Der Verschleiß der neuen Pirelli-Reifen wird immer wieder heiß diskutiert

Formel 1 2011

— 23.02.2011

Sorgen die Reifen 2011 für mehr Rennspektakel?

Die neue Pirelli-Reifen liefern über eine Runde ein gutes Tempo, gehen dann aber schnell in die Knie: Ist das der Schlüssel zu mehr Action im Rennen?

Wenige Wochen vor dem Start in die neue Formel-1-Saison beschäftigen sich die Fahrer und ihre Teams intensiv mit den Reifen von Pirelli. Das italienische Unternehmen löst 2011 den langjährigen Formel-1-Ausstatter Bridgestone ab und bringt - auf Wunsch des Automobil-Weltverbandes (FIA) - einige Reifenmischungen an den Start, welche die Piloten zu mehr Boxenstopps zwingen sollen.

Aus diesem Grund sind die Pneus so konstruiert, dass ihre Leistung rasch nachlässt, was die Teams vor große Herausforderungen stellt, wie Jonathan Neale bei 'Formula1.com' erläutert. "Wenn deine erste Runde nicht passt, kannst du nicht einfach für einen Umlauf langsam machen, das Fahrzeug abkühlen lassen und dann noch einmal voll angreifen. Das geht nicht, denn es ist schon zu spät."

Was schon in der Qualifikation für Schwierigkeiten bei den Fahrern sorgen könnte, würde demnach im Rennen noch größere Auswirkungen haben, meint der Team-Geschäftsführer von McLaren. "Bei sehr schnellen, aber rasch nachlassenden Reifen erhöht sich vermutlich die Anzahl der Boxenstopps", sagt der Brite und schildert ein Szenario, das schon in wenigen Wochen Rennrealität werden könnte.

"Wenn man vorne liegt und auf einem sehr weichen Pneu unterwegs ist, muss man vielleicht vor einem Rivalen an die Box gehen, der seinerseits möglicherweise noch 15 Runden in seinen Reifen hat. In sechs bis zehn Runden kannst du nicht einfach so 20 Sekunden Vorsprung herausfahren. Gehst du also an die Box, wirst du zwangsweise in den Verkehr bei den Hinterbänklern zurückfallen."

"Das sollte recht interessant werden", gibt Neale zu Protokoll. Mercedes-Sportchef Norbert Haug äußert bei 'Auto Motor und Sport' seine Zustimmung: "Wer sich vorne im Kampf befindet, fährt sich möglicherweise die Reifen kaputt. Da kann einer von weiter hinten mit der härteren Reifenmischung oder mit vorsichtiger angefahrenen Reifen das ganze Feld aufmischen", vermutet der Deutsche.

Für genauere Aussagen über die Situation im Rennen sei es aber noch zu früh, betont Neale. "Wir wissen ja nicht, wer beim Testen mit wie viel Sprit an Bord unterwegs ist." Die jeweiligen Zeiten seien also noch mit Vorsicht zu genießen. "Ein etwas weicherer Reifen kann rund eine Sekunde besser sein als eine eher härtere Mischung, wie sie uns etwa in der vergangenen Woche zur Verfügung stand."

Fotoquelle: Pirelli

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