Jacques Villeneuve findet, dass die Formel 1 viel zu stark beschnitten wird

Formel 1 2011

— 25.02.2011

"Zu künstlich": Villeneuve kritisiert Formel 1

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve fordert eine Formel 1 für "echte Männer" und kritisiert KERS und den verstellbaren Heckflügel

Jacques Villeneuve kann die Regeländerungen von 2010 auf 2011 nicht nachvollziehen: "2010 war eine der besten Formel-1-Saisons aller Zeiten. Es gab jede Menge Überholmanöver, weshalb ich diese Regeländerungen nicht verstehen kann", kritisiert der Weltmeister von 1997 im Interview mit den Kollegen von 't-online.de'.

"Der Heckflügel soll das Überholen erleichtern, aber das ist alles zu künstlich. Wenn etwas so leicht gemacht wird, wer soll das dann noch respektieren? Außerdem ist es potenziell gefährlich und könnte obendrein zu Schummeleien führen", kritisiert er. "Das KERS habe ich noch nie gemocht. In erster Linie hilft es Fahrern, aus kniffligen Situationen herauszukommen. Genau das war 2009 der Fall. Da gab es Fahrer, die in Kurven Fehlern machten und so einen einfachen Ausweg fanden."

Villeneuve hat noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass er die Formel 1 besonders vor 1998, als die Spurbreite von 2.000 auf 1.800 Millimeter verringert wurde, am spektakulärsten fand. Seiner Meinung nach wird sie von den Verantwortlichen seither immer weiter beschnitten: "Die Formel 1 scheint mittlerweile zu schwierig geworden zu sein - und alle Hilfsmittelchen werden immer den mittelmäßigen Fahrern in die Karten spielen", findet der Kanadier.

Lediglich 2010 sei eine positive Ausnahme gewesen: "Um ehrlich zu sein, hat mich die Saison 2010 schon an die Zeit erinnert, als ich in der Formel 1 anfing. Das war super, ohne all die Elektronik und kleinen Helferlein. Wenn ich aber ans kommende Jahr denke, mit KERS und dem verstellbaren Heckflügel, dann habe ich doch so meine Zweifel", so Villeneuve, den eigenen Angaben nach nur "ein Angebot eines guten Teams" noch einmal in die Formel 1 locken könnte.

Fotoquelle: xpb.cc

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