Ein Start in Bahrain wäre für Williams nicht infrage gekommen

Formel 1 2011

— 25.02.2011

Williams hätte Bahrain-Grand-Prix boykottiert

Geschäftsführer Parr bestätigt, dass Williams nicht nach Bahrain gefahren wäre, und glaubt, dass dies auch für die anderen Teams gilt - Horner ist anderer Ansicht

Am Montag entschieden Bernie Ecclestone und Bahrains Kronprinz, dass der Grand im Insel-Königreich 2011 vorerst nicht über die Bühne gehen wird. Durch die Unruhen, bei denen es einige Tote gab, hätte niemand für einen sicheren Ablauf garantieren können. Doch was wäre passiert, hätte der Formel-1-Zampano den Saisonauftakt durchgeboxt?

Williams-Geschäftsführer Adam Parr stellt gegenüber 'Autosport' klar: "Die Entscheidung des Kronprinzen war richtig und wenn sie aus irgendeinem denkbaren Grund anders ausgefallen wäre, dann glaube ich nicht, dass wir angetreten wären." Der Brite ist davon überzeugt, dass Williams das Rennen nicht als einziges Team boykottiert hätte: "Wäre der Bahrain-Grand-Prix durchgezogen worden, dann wäre wohl kein Team hingefahren."

Zu viel Zündstoff

Zu groß war die Angst, dass das Formel-1-Rennen von den Demonstranten instrumentalisiert worden wäre, um auf ihre schwierige Situation hinzuweisen, schließlich ist das Formel-1-Rennen die Vorzeigeveranstaltung der Machthaber. Parr bestätigt diese Gedanken: "Es war recht offensichtlich, dass wir die Situation dort nur schlimmer gemacht hätten. Wir hätten im Fokus der Demonstrationen und Unruhen gestanden. Auch all die Medien wären mit uns assoziiert worden, es hätte zu viel Zündstoff gegeben."

Auch wenn Mercedes-Teamchef Ross Brawn nicht soweit geht wie Parr, hält er die Verlegung des Saisonauftakts nach Australien für die richtige Entscheidung: "Bahrain hat im Moment andere Prioritäten. Sie müssen zusammenarbeiten, um ihre Situation zu bereinigen - und zwar abseits des Rampenlichts, das das erste Formel-1-Rennen der Saison mit sich bringen würde."

Red-Bull-Teamchef Christian Horner schlägt gegenüber der 'BBC' in die selbe Kerbe wie Brawn: "Es war richtig, denn das Land hat derzeit größere Probleme als ein Formel-1-Rennen. Die Strecke und das Land sind großartig, wir sind dort immer gerne gefahren, wir waren immer willkommen. Es dauert hoffentlich nicht lange und es gibt wieder Formel-1-Autos in Bahrain."

Verhindert das Wetter eine Verschiebung?

Im Gegensatz zu Parr meint der Brite aber, dass es nicht in der Macht der Teams steht, ein Rennen zu boykottieren: "Bernie hat die Entscheidung gemeinsam mit dem Kronprinzen getroffen, es ist nicht unsere Entscheidung, zu welchen Rennen wir fahren und zu welchen wir nicht. Wir vertrauen da auf Bernies Urteil."

Ob er glaubt, dass der Grand Prix noch dieses Jahr nachgetragen wird? "Der Kalender ist sehr eng, es sind 19 Rennen und die Saison dauert bis Ende November. Es ist mit Sicherheit eine große Herausforderung, dieses Rennen im Kalender unterzubringen. Doch nichts ist unmöglich." Parr hat ebenfalls Zweifel: "Unter der Bedingung, dass sich die Situation beruhigt, werden alle ihr Bestes geben, um ein neues Datum zu finden. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es gelingt." Er befürchtet, dass das Wetter dies vereiteln könnte: "Das schließt die Sommermonate aus, dann wird es durch die Übersee-Rennen sehr hektisch."

Fotoquelle: xpb.cc

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