Sebastian Vettel zeigt Respekt vor den starken Testleistungen von Ferrari

Formel 1 2011

— 01.03.2011

Vettel: "Ferrari macht einen starken Eindruck"

Sebastian Vettel hat großen Respekt vor Ferraris Vorstellungen bei den Wintertests, ortet aber Schwierigkeiten bei McLaren und Mercedes

Die Experten sind sich einig: Red Bull und Ferrari sind die zwei Teams, die den bisherigen Winter dominiert haben - auch wenn es denkbar schwierig ist, die Testzeiten zu interpretieren. Sogar für Bernie Ecclestone steht fest: "Sieht so aus, als hätte Red Bull wieder das beste Auto und die anderen müssen vor dem ersten Rennen aufholen."

Sebastian Vettel ist da etwas zurückhaltender: "Es ist im Moment noch ziemlich schwierig, das Ganze zu lesen", sagt der Weltmeister bei 'Servus TV'. "In Barcelona haben einige Teams schon mal ein bisschen mehr gezeigt. Aus unserer Sicht macht Ferrari einen sehr starken Eindruck. Sie hatten noch keine Probleme mit dem Auto, sind sehr viele Runden gefahren und haben auch die meisten Kilometer gesammelt. Zwischen uns und ihnen sieht es sehr eng aus."

Die Statistik spricht derzeit für Ferrari: 5.217:4.407 absolvierte Kilometer, 3:3 Tagesbestzeiten - und im Durchschnitt war Ferrari mit dem F150th Italia um drei Zehntelsekunden näher an der Spitze dran als Red Bull mit dem RB7. "Was dahinter kommt", analysiert Vettel weiter, "ist aufgrund der Reifen sehr schwierig zu beurteilen - weil man eben nie weiß, wer zu welchem Zeitpunkt mit welchen Reifen fährt und ob die Reifen gebraucht sind oder neu. Wie viel Sprit ist im Tank?"

Durch die Pirelli-Reifen und das Verbot der Tankstopps sind die Testzeiten so schwierig zu lesen wie noch nie: "Normalerweise wusste man, dass die Reifen konstant sind und die Benzinladung das große Rätsel war. Jetzt ist die Frage: welche Reifen, welche Benzinladung, mit verstellbarem Heckflügel oder ohne, mit oder ohne KERS, überhaupt verbaut, gar nicht an Bord oder in Gebrauch? Das sind sehr viele Variablen", weiß Vettel.

Zweifel hat er an der Konkurrenzfähigkeit der beiden Silberpfeil-Teams: "Mercedes ist im Moment schwer einzuschätzen. Die scheinen ein bisschen Schwierigkeiten zu haben, das ist aber schwer zu sagen. Genauso McLaren", sagt der Red-Bull-Pilot. "Aber Teams wie Renault und Williams sind ganz gut dabei und fallen immer mal wieder mit einer schnellen Zeit auf. Auch mit wenig Benzin muss man erstmal auf solche Zeiten kommen."

Für Ecclestone ist indes wieder Vettel der klare WM-Favorit. Eines Tages möchte er den jungen Deutschen genau wie früher Michael Schumacher bei Ferrari sehen: "Im Moment gibt es keinen Grund, sich woanders umzusehen, aber irgendwann sehe ich ihn bei Ferrari. Im Leben eines jeden erfolgreichen Formel-1-Fahrers kommt der Moment, an dem er in einem Ferrari sitzen möchte", so der Formel-1-Geschäftsführer gegenüber 'formula1.com'.

Fotoquelle: Infiniti

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